Tangerhütte/Briest (ge). Seit wenigen Tagen hat es Maren von Bismarck Schwarz auf Weiß: Das Herrenhaus und der Gutspark ihrer Familie in Briest ist Bestandteil des landesweiten Projekts "Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt".

Wie der "Gartenträume"-Verein jetzt mitteilt, überreichte Andreas Höfflin vom Wirtschaftsministerium des Landes am 16. Dezember die Urkunde an Maren und Ulrich von Bismarck, mit der das Bismarcksche Anwesen samt Park im Süden des Landkreises zu einem der sachsen-anhaltischen "Gartenträume" ernannt wird.

Ursprünglich hatten 40 Parkanlagen diesen Status. Im Juli dieses Jahres wurde er fünfen aberkannt und es kamen weitere acht Anlagen zum Gartenträume-Netzwerk hinzu, darunter das alte Rittergut und der dazugehörige Park in Briest bei Tangerhütte. Angelegt 1849 nach Plänen des Gartenbaudirektors Christian Schaumburg, dem Planer von großen Teilen des Herrenhausener Parks in Hannover, stelle die Briester Anlage ein Kleinod in der Altmark dar, heißt es in der Begründung der Aufnahme durch die "Gartenträume"-Initiative.

Zur Übergabe der Urkunde trafen sich Vertreter der Familie von Bismarck, des Kultus- und Wirtschaftsministeriums, der Denkmalpflege, des "Gartenträume"-Vereins sowie der Stadt Tangerhütte und des Natur- und Kulturvereins Briest, um die weitere Entwicklung der Anlage zu diskutieren.

Nachdem in diesem Jahr die Sanierung der Fassade des Briester Herrenhauses ab- geschlossen wurde, sollen nun sein Inneres, weitere Gebäude des Anwesens und der Gutspark schrittweise saniert, wiederhergestellt, genutzt und damit belebt werden. Die von Bismarcks hoffen, vieles davon bis 2015, dem Jahr des 200. Geburtstags des Reichskanzlers Otto von Bismarck, umsetzen zu können.