Die Hadmersleber Ortsräte diskutierten kürzlich auch über den Investitionsplan, den die Verwaltung dem Ortschaftsrat vorgelegt hat. Der Zeitraum 2011 bis 2014 wird hier ins Visier genommen. Hadmerslebens größter Änderungswunsch, den Bau der Turnhalle möglichst vorzuziehen, lässt sich wohl nicht so einfach realisieren.

Hadmersleben. Mit dem Bau einer neuen Turnhalle und dem grundhaften Ausbau der Prof-Römer-Siedlung sind für die Folgejahre die größten Investitionen in Hadmersleben schnell genannt. Im Ortschaftsrat wurde einhellig der Wunsch geäußert, den Neubau einer Sporthalle aus dem Jahr 2013 nach vorn zu ziehen, stattdessen die Sanierung der Römer-Siedlung, geplant 2011, nach hinten zu schieben. "Für uns hat die Sporthalle die größere Priorität", meint der stellvertretende Ortsbürgermeister Urban Jülich. Eine Sanierung der vorhandenen Sporthalle wird nicht favorisiert, da die Sanierungskosten nach ersten Schätzungen 80 Prozent der Kosten eines Neubaus betragen. Daher komme nur ein Neubau in Frage.

Doch mit der Eingemeindung Hadmerslebens nach Oschersleben muss der Ort auch als Teil eines großen Ganzen, sprich eines Haushalts- und Finanzplanes für ganz Oschersleben mit allen Ortsteilen, betrachtet werden. Und in dieser Hinsicht müsse der Leiter der Fachabteilung Finanzen, Marco Eisemann, die Hoffnungen der Hadmersleber zerschlagen. "Wenn überhaupt, wird der Neubau der Sporthalle wohl eher in das Jahr 2014 geschoben werden müssen, da im Jahr 2013 das Gros der Schulsanierung in der Kernstadt Oschersleben zu stemmen ist", erklärt der Kämmerer und verweist zugleich auf die angespannte Haushaltslage. "Wenn wir Fördermittel für den Bau der Sporthalle beantragen, müssen wir auch die Eigenmittel nachweisen, und das dürfte für das Jahr 2013 schwierig werden", so Eisemann. Aber der Chef über die Oschersleber Finanzen hat für die Hadmersleber möglicherweise ein "Trostpflaster" im Ärmel: den Fußweg in der Straße der Einheit.

Einige Hadmersleber hatten auch der Volksstimme bereits berichtet, dass in der Straße der Einheit, künftig Winckelmannstraße, ein kurzes Stück Fußweg fehlt. Horst Fuhlrott, Erhardt Eckart und Theodor Deicke sprechen im Namen vieler Anwohner dieser Straße, wenn sie auf das fehlende Stück Fußweg aufmerksam machen. Denn besagter Weg fehlt genau dort, wo die Bebauung der Einfamilienhäuser endet und das Areal der Wohnblöcke beginnt. "Der Fußweg ist zu Ende und man muss also auf der Straße weiterlaufen. Das war vor allem im vergangenen Winter für viele ältere Bürger ein Problem", meinen die Männer, die auch berichten, dass das Tiefbauamt sich die Sache bereits angeschaut hätte und es für machbar hielt, den Fußweg als Lückenschluss weiterzubauen. Wie nun Annegret Stertz als Leiterin der Tiefbauabteilung sowie Marco Eiseman als Leiter der Fachabteilung Finanzen berichten, können die Mittel im Haushalt 2011 bereitgestellt und somit das Problem besei-tigt werden.

Ein letztes Wort haben allerdings der Finanzausschuss und der Stadtrat. Nachdem in allen Ortsteilen die Investitionspläne für die Orte diskutiert wurden, wird Marco Eisemann Änderungen zusammenfassen und einen Gesamtinvestitionsplan für Oschersleben als Fahrplan für die nächsten Jahre erstellen, der dann beschlossen werden muss.