Frühe Dunkelheit und rutschiges Laub können im Herbst den Fahrradfahrern das Leben schwer machen. Was man beim Radeln in der dunklen Jahreszeit beachten sollte, erkundigte sich Redakteurin Manuela Langner bei Werner Mrasek von der Verkehrswacht Genthin und Umgebung.

Volksstimme: Was sollten Fahrradfahrer in der dunklen Jahreszeit besonders beachten?

Werner Mrasek: Sehen und Gesehen werden ist jetzt das wichtigste. Ein Fahrrad sollte unbedingt über die gesetzlich vorgeschriebene Beleuchtung verfügen. Dazu gehören der Frontscheinwerfer mit Rückstrahler und das Rücklicht mit dem roten Rückstrahler. Ein großflächiger Rückstrahler in rot sowie zwei gelbe Rückstrahler an den Pedalen sind ebenfalls vorgeschrieben. Für die Laufräder gibt es entweder Reflexstreifen an den Reifen oder Speichenstrahler.

Volksstimme: Sind die batteriebetriebenen Vorder- und Rücklichter zum Anstecken ebenfalls zulässig?

Werner Mrasek: Nur bei Rennrädern mit einem Gewicht von unter elf Kilogramm ist statt eines eingebauten Dynamos eine batteriebetriebene Beleuchtung möglich. Die muss nicht fest installiert sein, aber mitgeführt werden. Für Mountainbikes gilt diese Ausnahme aber nicht.

Volksstimme: Was sollte der Radler bei seiner Bekleidung beachten?

Werner Mrasek: Helle Kleidung ist empfehlenswert, weil sie eher reflektiert. Wer ganz sicher sein will, zieht eine Warnweste über. Auch Leuchtbänder an den Armen und Beinen machen Radfahrer besser sichtbar – Fußgänger natürlich auch. Ohne dem begeben sich Fahrradfahrer in Gefahr. Nicht zuletzt auf dunkler Landstraße, wo sie von Autofahrern noch später gesehen werden als im Ort bei Straßenbeleuchtung. Die Verkehrswacht Genthin und Umgebung ist derzeit in den Kindertagesstätten unterwegs, um die Kinder zu sensibilsieren, sich sichtbar zu machen.