Bereits zum dritten Mal seit der Zwangseingemeindung zum 1. September hat am Dienstagabend der Ortschaftsrat von Hadmersleben getagt. Für die einstigen Stadträte gab es auch etwas Erfreuliches.

Hadmersleben. "Im Namen der anderen Anwohner möchte ich mich beim Ortschaftsrat dafür bedanken, dass die Baderstraße nun endlich saniert wurde", meinte in der Bürgerfragestunde Jürgen Töpperwien. Als treuer Gast der Sitzungen des Stadt- und heutigen Ortschaftsrates hat er über Jahre immer wieder auf den schlechten Zustand der Baderstraße aufmerksam gemacht.

Die Hadmersleber Ortsoberhäupter freuten sich sehr über den Dank, was sie mit den Worten: "Das hatten wir noch gar nicht, doch es freut uns um so mehr", verdeutlichten.

Die Reparatur der Baderstraße war der Stadt Oschersleben, zu der Hadmersleben jetzt gehört, übergeben worden. Der Bauhof der Stadt hat die Arbeiten kürzlich erledigt. Übrigens gibt es in der Straße künftig ein Parkverbot, da die Müllfahrzeuge sonst nicht durchkommen.

Im Verlauf der Bürgerfragestunde wurde ein weiteres Problem angesprochen. Der Bau einer Biogasanlage im Hakeborner Weg beschäftigt nach wie vor die Gemüter, da die Anlage nahe an die Wohnbebauung in der Straße grenzt. Wenn der Ortschaftsrat Hadmersleben am Dienstagabend dem Stadtrat Oschersleben empfohlen hat, den Einleitungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes vom 10. Februar dieses Jahres aufzuheben, so hat dies nichts mit der Biogasanlage zu tun, wie Josef Kopper, der das Problem Biogasanlage erneut ansprach, erläutert wurde. Für den jetzt geplanten Standort am Hakeborner Weg, dem so genannten "Zauberfleck", gibt es der Bebauungsplan her, dass dort Gewerbe mit landwirtschaftlichem Charakter betrieben werden kann. Und Investor wie Ortschaftsratsmitglied Urban Jülich machte nochmals deutlich, dass er nach wie vor das Ziel verfolgt, am "Steilen Ufer" in der Nähe der einstigen Kiesgrube die Biogasanlage zu errichten. Doch hier tun sich die Behörden nach wie vor schwer, das Baurecht zu schaffen. "Sie wollen aber nicht erst an der Kiesgrube und dann im Hakeborner Weg eine zweite Biogasanlage bauen?", fragte Josef Kopper nochmals nach. "Wenn ich am Steilen Ufer bauen kann, baue ich nicht am ,Zauberfleck‘. Meine aktuellen Bemühungen konzentrieren sich auf das Steile Ufer, wird mir hierfür die Zustimmung nicht erteilt, greife ich auf den Hakeborner Weg zurück und nehme die höheren Auflagen aus dem BIMSCH-Verfahren in Kauf", machte Jülich deutlich.

Die bereits gefassten Beschlüsse des einstigen Stadtrates Hadmersleben zur Biogasanlage sind übrigens rechtswirksam. Die Beschlüsse waren angezweifelt worden und die Kommunalaufsicht des Kreises hatte sich damit zu beschäftigen. In einer Stellungnahme wurde jetzt mitgeteilt, dass alles rechtens sei, so Ortsbürgermeister Ulrich Göllner.

Dem Ortschaftsrat von Hadmersleben lag am Dienstag- abend der Investitionsplan für die Jahre 2011 bis 2014 der Stadt Oschersleben zur Diskussion vor. "Größter Brocken" für Hadmersleben wäre der Bau einer neuen Sporthalle für etwa 800 000 Euro, verteilt über zwei Jahre. Jedoch würde nur gebaut, wenn die Fördermittel des Landes, 30 Prozent, tatsächlich fließen. Eine Sanierung der Sporthalle kommt nicht in Frage, der Aufwand ist zu groß.