Oschersleben (rw/rd). Vom Lärm der Rübentransporter genervt (siehe "Rübentransporter rauben Anwohnern den Schlaf" vom 3. November) ist auch der Oschersleber Horst Lemberg. Er weiß auch, weshalb die Fahrzeuge auf der Schermcker Straße besonders scheppern: Beim Straßenbau wurde gepfuscht: Als der Sommerweg der stadtauswärts führenden Fahrbahn zugeschlagen wurde, sei der Unterbau nicht richtig hergerichtet worden. "Da ist noch altes Pflaster drunter und die Betonplatten. Man sieht genau die Absätze – da ist der Asphalt gerissen", erläuterte er gestern am Lesertelefon. Nur wieder mit Asphalt zu flicken, werde deshalb keinen dauerhaften Erfolg bringen.

Ähnlich äußerte sich gestern Gerald Bange am Lesertelefon zu diesem Problem. Für den Anwohner der Schermcker Straße ist auch der Straßenzustand der Hauptgrund für den Krach. "Vor allem hat die Straße neben vielen Schlaglöchern jetzt auch noch dort, wo in diesem Jahr neue Leitungen verlegt wurden, Querrinnen. Und wenn die Transporter hier durchbrettern, dann scheppert das mächtig." Zwar würden nicht alle Fahrer rasen, aber einige schon. Zudem beklagt der Oschersleber, dass manche Transporter dicht an dicht fahren würden. Wodurch dann zum einen der Krach besonders laut sei. Und zum anderen "sieht das ganz schön gefährlich aus, wenn solche 20- oder 30-Tonner nur fünf Meter Abstand lassen".

Dietmar Tondera von der Straßenmeisterei Oschersleben bestätigt auf Anfrage, dass ein neuer Unterbau stadtauswärts etwa vom Hagebaumarkt bis hinter Kühling nötig sei. Er hatte schon versucht, mit einer neuen Straßendecke für Abhilfe zu sorgen. Den umfangreicheren Sanierungsbedarf werde er in der nächsten Dienstberatung ansprechen. Kurzfristig sei jedoch keine Änderung in Sicht.