Barneberg. Die Vogelfreunde Börde und Umgebung Ummendorf lieben es sozusagen international. Die Ziervögel, die sie am vergangenen Wochenende erstmals in der Barneberger Kulturscheune zur Schau stellten, haben ihre Heimat auf fast allen Kontinenten. "Das sind hier aber alles Nachzuchten", klärte der Vereinsvorsitzende Jörg Robakowski auf. Doch ihren Artgenossen in der Heimat standen die hier ausgestellten Amazonen, Großsittiche, Loris, Wellensittiche, Prachtfinken und Täubchen sicher in nichts nach.

Kommt man nämlich mit einem Züchter, der sich für sein Hobby solche exotischen Vögel ausgesucht hat, ins Gespräch, merkt man schnell, wieviel Intensität in der Aufzucht steckt. "Meist fangen die Vögel im Frühjahr an zu brüten, es gibt aber auch Papageien, die, je nachdem wo ihre Heimat ist, im Winter brüten", nennt Jörg Robakowski nur einen Fakt, den der Züchter kennen sollte. Gern aber geben die Züchter ihr Wissen auf Schauen gern auch an andere Interessierte weiter.

Und genau diese Interessenten konnten sich auf der Barneberger Vogelschau auch von einer großen Sortenvielfalt beeindrucken lassen. Insgesamt hatten die Vogelfreunde und Gleichgesinnte aus dem Partnerverein in Alsleben etwa 80 Tiere zusammengestellt, die sich zum Einen in großen Volieren, zum Anderen in kleinen hübsch ausgestalteten Schauvitirinen präsentieren. Zu Hause halten die Züchter die Tiere zumeist in Volieren.

"Wir haben sehr gute Vögel, die sich auch von der Bewertung sehen lassen können", erklärte der Vereinsvorsitzende. Allerdings haben die Züchter diesmal auf die Bewertung durch den Bewertungsrichter verzichtet, da bei den Wellensittichen und den Täubchen einige Federprobleme aufgetreten waren. Auch hier machten sich die Witterungsprobleme dieses Jahres, mit denen auch Rassegeflügel- und Rassekaninchenzüchter zu kämpfen hatten, bemerkbar. "Die Tiere sind eben keine Maschinen", unterstrich Jörg Robakowski.

Nur auf die Präsentation der Waldvögel hatten die 17 Mitglieder des 2004 gegründeten Vereins in diesem Jahr in dem neuen Ausstellungslokal verzichtet, da sie eine ruhigere Ecke brauchen. Aber vielleicht sind diese Vögel auch schon bei der nächsten Ausstellung wieder zu sehen.

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