Neues Heim, neues Glück! Die Sozialstation der Diakonie ist umgezogen – vom alten Pfarrhaus in Völpke in die neue Wohnanlage in der Hötensleber Hospitalstraße. Inzwischen hat man sich gut eingerichtet und – noch wichtiger – eingelebt. Nächsten Montag will sich die Einrichtung der Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür präsentieren.

Hötensleben. Der Maler ist noch im Hause und mit letzten Tapezierarbeiten beschäftigt. Bis Ende der Woche wird auch er fertig sein, dann ist alles bereit für den Präsentationstag. Die 14 Wohnungen sind mit einer Ausnahme vergeben, und auch die Sozialstation hat sich im Erdgeschoss häuslich und bestens eingerichtet. "Wir sind angekommen", sagt Diakonie-Pflegedienstleiterin Angelika Peine. Ende September hatte man den Umzug von Völpke nach Hötensleben problemlos bewältigt und mittlerweile den Arbeitsalltag im neuen Umfeld aufgenommen.

Vorangegangen war die Initiative von Holger Schubert. Er ließ auf seinen Grundstücken in der Hospitalstraße zwei Wohnhäuser errichten – Hauptaugenmerk: altersgerechtes Wohnen, soll heißen: Barrierefreiheit allenthalben. Dazu zählen stufen- und schwellenlose Fußböden, ein Fahrstuhl im Hausflur, Rollstuhlrampen, verbreiterte Türen und Hilfsvorrichtungen in den Sanitärräumen. Der Bedarf für solche Wohnungen sei da, aber längst nicht gedeckt, so der Bauherr, der im Zuge des Projekts auf die Diakonie zuging und auf mehr als ein offenes Ohr traf, wie sich heute zeigt. Die Idee, im Hause einen sozialen Pflegedienstleister zu integrieren, kam bei den Verantwortlichen gut an, die Umzugspläne nahmen Gestalt an.

"Wir wollten unser Spektrum inhaltlich wie räumlich ohnehin erweitern", erklärt Sozialarbeiterin Bärbel Kromuszczynski, "die Gemeinde Hötensleben erfüllt dabei unsere Anforderungen bestens. Wir freuen uns sehr, hier ein neues Kapitel in unserer Arbeit aufschlagen zu können." 14 Pflegekräfte der Diakonie sind im Einsatz, kümmern sich auch außerorts um hilfebedürftige Menschen. Hötensleben, so Kromuszczynski, liege im Verantwortungsbereich der Diakoniestation sehr zentral und biete eben auch infrastrukturell alles, was sie braucht.

"Wir haben den Ort kennengelernt, nun soll der Ort uns kennenlernen", kündigt Angelika Peine den Tag der offenen Tür an. Dieser findet am kommenden Montag, 22. November, statt. Ab 10.30 Uhr sind Interessierte willkommen, sich ein Bild von der Arbeit der Sozialstation und von den Wohneinheiten zu machen. "Generell steht unsere Tür immer offen, wenn sich jemand informieren möchte", sagt Peine. Gezielt und eingehend könne dies jedoch nächsten Montag geschehen. Gern stellen die Mitarbeiterinnen dann auch die neuen Angebote vor, die nach dem Umzug etabliert wurden. Und auch Holger Schubert erhofft sich positive Resonanz, beabsichtigt er doch den Bau eines dritten, gleichartigen Hauses nebenan.