Zwar hatten die beiden Teams, die das Wanzleber Börde-Gymnasium beim Regionalwettbewerb der First Lego League in Magdeburg vertraten, fleißig geübt, aber am Ende war die Anspannung unermesslich groß. Schließlich wollten sowohl die "Legonators" als auch die "Börde-Robots" einen guten Platz unter den 13 angetretenen Teams erreichen.

Magdeburg / Wanzleben. Am Anfang stand lediglich ein Bausatz, aus dem sich die Schüler des Wanzleber Börde-Gymnasiums einen Roboter bauten. Die Sechst- und Siebentklässler nannten ihn "Gymli", die Zehntklässler "Hubert". Im nächsten Schritt mussten die Gymnasiasten "Gymli" und "Hubert" so programmieren, dass er beim Regionalwettbewerb der First Lego League, der am Sonnabend in der Experimentellen Fabrik auf dem Universitätsgelände in Magdeburg stattfand, auch alle Aufgaben möglichst fehlerfrei besteht.

Enormer Zeitdruck seit der Aufgabenstellung

Das Robot-Game, bei dem in drei Runden Punkte erzielt werden konnten, war dem Thema "Biomedizin" angepasst. So mussten die Schüler mit ihren Robotern beispielsweise einen Stunt in eine Arterie einführen, einen Knochenbruch reparieren oder einen Herzschrittmacher setzen. Am Arbeitstisch zählte die Genauigkeit. "Wir haben einen solchen Tisch auch im Gymnasium, damit wir daran üben können und den Roboter auch entsprechend programmieren können", erzählte Betreuerin Anke Schwarz und richtete ihren Dank an den Förderverein und Sponsoren, die es ermöglichten, dass in diesem Jahr auch für die jüngere Mannschaft, also die "Legonators" ein neuer Roboter angeschafft werden konnte. Der Roboter werde jedes Jahr ungebaut, damit er dann die Aufgaben erfüllt, die die Aufgabenstellung vorgibt.

"Wenn die Aufgaben Anfang September kommen und Ende November der Wettbewerb ist, ist man schon sehr unter Zeitdruck", fügte Anke Schwarz an. "Das Schwierigste ist, eine schnelle und stabile Konstruktion zu finden, die Programmierung ist dann gar nicht mehr so schwer", erläuterte ihr Kollege Holger Knopf, der bestätigte, dass in der vergangenen Woche jeden Tag nochmal geübt wurde.

Doch das Robot-Game war nicht das Einzige was im Wettkampf klappen musste.

"Börde-Robots" holen den Teamwork-Pokal

Die Schüler mussten in der Technikpräsentation auch ihren Roboter erklären. In der Forschungspräsentation, die als dritte Disziplin erfüllt werden musste, zeigten die Wanzleber Gymnasiasten, dass Lego selbst mit der Medizin eng verbunden ist. So hatten sich die "Börde-Robots" mit Zahnimplantaten auseinandergesetzt und in einem Rollenspiel eine Methode erklärt, bei der Lego-Steine zum Einsatz kommen. Das Team "Legonator" hatte sich das Auge als Thema ausgesucht und dazu auch ein Modell aus Lego-Steinen angefertigt. "Ich finde, sie haben die Technik-Präsentation souverän gemeistert", schätzte Lehrer Holger Knopf ein.

Am Ende reichte es nicht ganz für die vordersten Plätze beim Robot-Game. Beide Teams konnten nicht in die Finalrunden einziehen. Die "Legonators" scheiterten knapp im Stechen um den achten Platz und den "Börde-Robots" fehlten fünf winzige Punkte, um in die Finalrunden einzuziehen.

Allerdings konnten die "Börde-Robots" auch bei ihrer fünften Teilnahme an der First Lego League wieder mit ihrem Teamwork überzeugen. Hier holten sie erneut den Pokal. Die Forschungspräsentation von beiden Teams hat die Jury nicht so sehr überzeugt, dass sie einen der ersten drei Plätze belegen konnten. Gesamtsieger wurde wie in den Vorjahren das Team vom Magdeburger Siemens-Gymnasium, das sich den Namen "Error Force One" gegeben hatte.

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