Verwundert standen mit Wechsel des Fahrplans einige Ampfurther und auch Schermcker Eltern morgens am Bus, um ihre Kinder zur Schule zu schicken. Denn der Bus kam nicht wie gewohnt um 7.03 Uhr, sondern erst 7.14 Uhr. Bekanntgeben hatte dies niemand. Zumal diese spätere Abfahrtszeit für die Schüler der Diesterweg-Grundschule und der Sekundarschule Folgen hat.

Schermcke/Ampfurth. An der Diesterweg-Grundschule beginnt der Unterricht um 7.25 Uhr, an der Sekundarschule um 7.30 Uhr. Fährt der Bus nun erst um 7.14 Uhr in Ampfurth ab und muss die Kinder in Schermcke noch einladen, können es vor allen Dingen die Grundschüler kaum schaffen, pünktlich zum Unterricht zu erscheinen, bei den derzeitigen Straßenverhältnissen ist das Zuspätkommen erst recht programmiert. Wie einige Mütter aus Ampfurth bestätigen, konnten auch die Sekundarschüler die Diesterweg-Schule nicht pünktlich erreichen. "Das kann es doch nicht geben", schimpfen die Mütter. Das Schulamt, wie auch die Kraftfahrzeuggesellschaft KVG Börde-Bus wurden informiert und es wurde um Klärung gebeten.

Aber mit den Problemen um die veränderten Busabfahrtszeiten machten die Eltern auch auf eine andere Problematik aufmerksam: Die Busse seien viel zu voll. Was ist, wenn ein Bus, in dem viele Kinder stehen müssen, bei diesen Witterungsverhältnissen ins Rutschen kommt? Auf dieses Problem überfüllter Busse hatte auch die Leserin Andrea Baumert aus Schleibnitz aufmerksam gemacht.

Heinrich Schulze, Leiter des Schulamtes des Landkreises, bestätigt, dass gemeinsam mit der Kraftfahrzeuggesellschaft geklärt wird, wie es nach den Ferien zum Jahreswechsel weitergeht. Fakt ist aber auch, dass der Gesetzgeber in Sachen Schülerbeförderung sagt, dass sich die Schulen in ihren Anfangszeiten nach den Beförderungsmöglichkeiten zu richten haben. "Eine Lösung muss es geben. So könnte die Diesterweg-Grundschule beispielsweise fünf Minuten später anfangen. Diese fünf Minuten lassen sich sicher über die Pausenzeiten kompensieren", meint der Schulamtsleiter.

Börde-Bus-Geschäftsführer Ernst Trnka bestätigt, dass es Gespräche mit dem Schulamt gegeben habe, um möglicherweise die Schulanfangszeiten von 7.25 Uhr auf 7.30 Uhr zu legen." Hier fehlt uns aber noch eine abschließende Antwort", so Trnka. "Wir als Bus-Gesellschaft haben kaum Möglichkeiten, den Fahrplan zu ändern, weil ein ganzer ¿Rattenschwanz‘ dran hängt. Es handelt sich hier um eine Landeslinie, die Linie 17, die wiederum mit der Linie 8 verbunden ist. Andererseits kommen die Verspätungen jetzt sicher auch durch die schlechten Witterungs- und Straßenverhältnisse zustande. Zu den vollen Bussen ist zu sagen, dass wir nach den Ferien im Bereich Ampfurth/Schermcke testen und eine Zählung vornehmen werden. Stellt sich heraus, dass die Busse tatsächlich zu voll sind, werden wir ein größeres Fahrzeug, einsetzen. Stehplätze sind laut Gesetz auch zulässig, wir müssen nicht zu 100 Prozent Sitzplätze gewähren", so Trnka.