Eine letzte große Einsatzübung im laufenden Jahr absolvierten die Ortsfeuerwehren aus Wefensleben, Marienborn, Ummendorf und Eilsleben mit dem simulierten Brand in der Wefensleber Grundschule. Das "Feuer" in dem Mehrgeschosser stellte die Retter vor spezielle Herausforderungen.

Wefensleben. Ein Brand mit mehreren eingeschlossenen Personen in der Grundschule – so wurde es den Wefensleber Einsatzkräften gemeldet. Sowie diese den Notfall bestätigt hatten, setzte die Leitstelle sofort den so genannten zweiten Abmarsch in Bewegung. Somit eilten nun – ganz wie im Alarmierungsplan vorgesehen – die Kameraden aus Marienborn, der Löschzug aus Eilsleben, der Sanitätstrupp der Ummendorfer Feuerwehr sowie die Einsatzleitung der Verbandsgemeinde zu Hilfe. Nachgefordert wurde noch die Notfallbegleitung Süd, da mit vielen Verletzten gerechnet werden musste. "Im echten Ernstfall wäre sicher auch noch der Sanitätszug des DRK Wanzleben dazu gekommen", sagt Verbandsgemeindewehrleiter Reinhard Breitfelder. Für diese Übung habe man darauf aber verzichten können.

Die Wefensleber um Wehrleiterin Martina Hoffmann leiteten die ersten Maßnahmen ein, positionierten die nachfolgenden Feuerwehren und verteilten die Aufgaben dem Einsatzplan entsprechend. Maik Simon übernahm den Verantwortungsbereich der Menschenrettung – eine sensible Aufgabe. 14 Atemschutzgeräteträger galt es zur Rettung der eingeschlossenen Schulklasse in der vierten Etage in Trupps einzuteilen.

Die Verletzten wurden in der benachbarten Sporthalle untergebracht, wo der Ummendorfer Sanitätstrupp, geleitet von Gerd Hille, die Erstversorgung übernahm. Derweil bekamen die Helfer aus Marienborn und Eilsleben um Mario Hoffmann und Jörg Bockwoldt je einen Brandabschnitt zugewiesen und organisierten selbsttätig die Wasserförderung. Per Drehleiterfahrzeug wurde das Dach gekühlt um eine Brandausbreitung zu verhindern.

Nach erfolgter Evakuierung und der Gewissheit, das imaginäre Feuer gelöscht bzw. unter Kontrolle zu haben, gab es noch eine Zusatzaufgabe: Der Sicherungstrupp wurde durch herabfallende Gebäudeteile eingeschlossen – wohlgemerkt, alles simuliert. Über die Drehleiter wurden die Kameraden durch ein Fenster aus ihrer misslichen Lage befreit.

Insgesamt verlief die Übung reibungslos, den Einsatzkräften attestierte Reinhard Breitfelder "hervorragende Arbeit". Der Wehrleiter dankte allen 56 Männern und Frauen und befand: "Diese Übung gibt weitere Aufschlüsse über Maßnahmen, die bei eventuellen Schadensereignissen ergriffen werden müssen."