Alikendorf. Der Hadmersleber / Alikendorfer Rassegeflügelzuchtverein ist nur ein kleiner Verein, und doch schaffen es die Vereinsmitglieder immer wieder, gänzlich aus eigener Kraft eine sehenswerte Geflügelschau auf die Beine zu stellen. Der Verein hat 15 Mitglieder, davon haben 14 ausgestellt. Auch der einzige Jugendliche, Hendrik Vierus, war wieder erfolgreich mit dabei. 2006 stellte der damals Elfjährige erstmals aus und blieb seinem Hobby treu. Hendrik züchtet Zwerghühner und Enten. Damit tritt er in die Fußstapfen von Michael Wieck. Der heute 22-Jährige ist seit 15 Jahren im Geflügelzuchtverein Hadmersleben / Alikendorf und hat schon so manchen Preis für seine Tiere gewonnen. Inzwischen wissen die " alten Hasen " im Verein auch, dass sie ihm auch Verantwortung, beispielsweise für die Ausstellung, übertragen können.

Trotz eines schwierigen Zuchtjahres, das durch den langen Winter später als gewöhnlich begann, konnten die Rassegeflügelzüchter aus Alikendorf und Hadmersleben immerhin 247 Tiere für die diesjährige Schau zusammenstellen. Das waren 140 Tauben, 79 Zwerghühner, 18 Großhühner und 10 Enten. Die Preisrichter, die im Vorfeld die Tiere bewerteten, waren zufrieden, sparten aber auch nicht mit kritischen Hinweisen für die kommende Zuchtsaison. Zweimal konnte die Bestnote " vorzüglich " vergeben werden. Darüber freuten sich so erfahrene Züchter wie Helmut Brandt ( Kingtaube ) und Lutz Rutka ( Deutsche Modeneser Schitti ). Helmut Brandt wurde zudem Vereinsmeister in der Sparte Zwerghühner. Zu Meisterehren kam er mit der Rasse Zwerg-Rheinländer. Horst Könnecke heißt der Vereinsmeister bei den Großhühnern. Er war erfolgreich mit " Großen Italienern, gelb ".

In diesem Jahr war es für den Rassegeflügelzuchtverein Alikendorf / Hadmersleben die 59. Schau. Im nächsten Jahr gibt es somit ein Jubiläum zu feiern. Von den einstigen Gründungsmitgliedern lebt heute nur noch Gerhard Müller in Hadmersleben. Er ist inzwischen Ehrenmitglied.

Seit 1957 ist Eckart Holzweisig dabei. Er ist Züchter mit Leib und Seele und zugleich stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Und als solcher macht er sich natürlich auch so seine Gedanken, wohin es mit den Rassegeflügelzüchtern einmal gehen soll. " Es fehlt einfach der Nachwuchs ", muss nicht nur er feststellen.