Von Mathias Müller

Oschersleben. Kreistagspräsident Dr. Karl-Heinz Daehre (CDU) unterstützt das Ansinnen der Stadt Oschersleben, die Kreismusikschule nach Kurt Masur zu benennen. Stadtrat Dr. Frank Gebhardt (CDU) hatte den Vorschlag unterbreitet und fand das Interesse seiner Ratskollegen. Bürgermeister Dieter Klenke (parteilos) bat Daehre in einem Brief, den Wunsch zu befördern.

Wie Daehre in einem Antwortbrief an Klenke schreibt, finde er das Ansinnen sehr löblich. Der Kreistagspräsident gibt jedoch zu bedenken, dass für die Namensgebung von Schulen allein der Eigentümer beziehungsweise der Träger zuständig sei. Bei der Musikschule ist das der Landkreis Börde. "Initiativgeber und Antragsteller muss üblicherweise die entsprechende Schule sein. Dem Antrag voraus geht die Diskussion mit Schülern und Eltern, in der sie sich mit der Person des Namensgebers auseinandersetzen und die in einer Begründung für die Wahl für die Person münden soll. Daran anschließend sind die Ausschüsse und der Kreistag des Landkreises in die Lage versetzt, die Sache zu beraten und im Ergebnis zu beschließen. Soweit mir bekannt ist, liegt bisher noch kein entsprechender Antrag beim Landkreis vor", schreibt Daehre weiter. Er möchte dieser Entscheidung nicht vorgreifen wolle aber den Vorschlag, die Kreismusikschule nach dem Dirigenten Kurt Masur zu benennen, nach Kräften unterstützen.