50 Meter des Hahneberger Weges sind in Blumenberg abgesackt. Bauamtsleiter Olaf Küpper sprach von einem "Pudding-Phänomen", weil das Pflaster plötzlich nachgab und wackelte. Zeitgleich spielte die Signalanlage für die Bahnschranke verrückt.

Blumenberg l In Blumenberg klemmte es gestern Vormittag gleich an mehreren Stellen. Erst sackte in einer Straße das Pflaster aus bislang noch ungeklärter Ursache einfach ab, zeitgleich spielten die Andreaskreuz-Signallampen am B246a-Bahnübergang verrückt - sie hörten in beide Richtungen nicht auf, zu blinken. Das erste Phänomen führte zu Flickarbeiten mit angekündigter Montagsbaustelle samt Vollsperrung, das andere zum Rückstau auf der Bundesstraße. Hier fungierten Polizeibeamte als Lotsen.

Bauamtsleiter Olaf Küpper zum Straßenproblem: "So etwas habe ich auch noch nicht erlebt. Im Hahneberger Weg sind auf einem Abschnitt von rund 50 Metern die Steine weggesackt. Das ist wirklich seltsam. Bewegt man sich auf dem Natursteinpflaster, gibt es nach wie Pudding", stellte der Bauamtsleiter fest. Mitarbeiter des Trink- und Abwasserverbandes Börde (TAV) schlossen im ersten Moment einen Rohrbruch auf diesem Abschnitt im Erdreich aus. Die Leitungen würden hier im Seitenbereich verlaufen, hieß es. Warum die Naturstein-Pflasterstraße gestern Morgen anfing, "zu schwimmen", konnte nicht geklärt werden. Ursachenforschung könne erst ab Montag betrieben werden. Dann soll der Abschnitt komplett gesperrt und für die Reparaturarbeiten aufgerissen werden, kündigte der Amtsleiter gestern an.

Eine Klein Wanzleber Baufirma brachte als "Erste-Hilfe-Kit" gestern gegen 10 Uhr mit der Rüttelplatte eine Art provisorischen "Soßenbinder" in Form eines Schotter-Sand-Gemischs auf. Anwohner und Anlieger könnten den geflickten Abschnitt heute und morgen noch langsam befahren. "Ab Montag wird die Strecke gesperrt. Dann beginnen wir mit den Bauarbeiten. Dafür müssen wir die Straße aufmachen", sagte Küpper.

Was die Flickschusterei sowie die Reparatur am Ende insgesamt kosten werden, sei noch nicht abzusehen. "Wir müssen ersteinmal gucken, woher das Phänomen rührt. Erst dann können wir sagen, was uns das Beheben des Problems kosten wird", sagte Küpper. Während im Hahneberger Weg ein Straßenstück "schwimmt", klemmten gegen 10 Uhr am Blumenberger Bahnübergang an der B246a ganz offensichtlich die Halbschranken. Während die Andreaskreuz-Leuchten nervös rot blinkten und eine Lok mit Kesselwaggon auf dem Gleis rangierte, blieben die rot-weiß-gestreiften Halbschranken geöffnet. Die Verkehrsteilnehmer warteten geduldig. Als die Lok den Bahnübergang verlassen hatte, blinkten die Leuchten jedoch bei geöffneter Anlage weiter. Währenddessen waren parallel dazu die Schranken innerorts geschlossen. Der Verkehr staute sich an der Bundesstraße in beide Richtungen. Die verständigte Polizei lotste daraufhin den Verkehr manuell über die Gleise. Schließlich wird die Strecke Halberstadt - Magdeburg an dieser Stelle regelmäßig vom HEX passiert.

Die Frage, warum die Signallampen trotz geöffneter Halbschranken weiter leuchteten, blieb seitens der Bahn gestern unbeantwortet.

   

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