Zur Vorweihnachtszeit gehören die Märchen einfach dazu. Das hat der Kultur- und Heimatverein in Sülldorf bereits vor einigen Jahren erkannt. Und die Märchenaufführungen bringen nicht nur den Zuschauern viel Spaß, die Laiendarsteller haben genauso viel Freude am Theaterspiel.

Sülldorf. "So schnell werden uns die Ideen nicht ausgehen, dafür haben letztendlich die Gebrüder Grimm gesorgt", meinte im Vorfeld der diesjährigen Märchenaufführung Ingrid Grabau. Sie hat gewissermaßen für die Märchenaufführungen des Vereins den Hut auf. In diesem Jahr hatten sich die Sülldorfer Laiendarsteller für Grimms "Die Bremer Stadtmusikanten" entschieden.

Am vergangenen Sonnabend war es soweit, in der Festhalle hob sich der Vorhang für die diesjährige Märchenaufführung. Gut und gern 100 Kinder und Erwachsene warteten gespannt auf den Beginn der Vorführung. Und wie beginnt ein Märchen? "Es war einmal..." mit diesen Worten wurden die großen und kleinen Zuschauer von Rosi Pesel begrüßt und, schon folgte der Einsteig ins Märchen: "Es war einmal ein Esel (gespielt von Lutz Hellbach) ....

Wie aus dem Märchen bekannt, wurde es dem alten Esel bei seinem Herren zu bunt und er riss aus. Nach Bremen wollte er, aber da wir uns in einer modernen Märchenwelt befinden, wollte der Esel in Bremen nicht einfach so Musik machen, sondern zum Casting von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS). Das Wandern war auch nicht Müllers Esels Lust, den Bus wollte er nehmen. Der Hund (Heike Aufzug) hatte keine Lust mehr auf die Jagd zu gehen, die Katze (Anja Grabau) pflegte sich lieber im Schaukelstuhl und ließ die Mäuse auf dem Tisch tanzen. Katze und Hund landeten schließlich ebenso an der Bus-haltestelle, mussten aber einander versprechen, Freunde zu sein. Der Hahn (Angela Isensee) entging nur knapp dem Kochtopf, weil er zu den unmöglichsten Zeiten krähte und die Leute weckte. Auch er strandete an besagter Bushaltestelle.

Doch mit dem Wintereinbruch kam auch der Bus in Sülldorf nicht an, also machten sich die vier Freunde zu Fuß auf nach Bremen zu DSDS.

Nachdem Esel, Hund, Katze und Hahn für ihr Nachtlager erfolgreich Räuber aus deren Versteck vertrieben hatten, richteten sie sich häuslich ein und damit endete die Sülldorfer Märchen-Aufführung ganz klassisch wie in Grimms dickem Märchenbuch: "Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute...". Mit viel Beifall wurden die Sülldorfer Laienschauspieler wieder für ihre Aufführung bedacht. Neben den bereits Genannten wirkten mit: Inge Grabau, Elke Hellbach, Jonas Pesel, Friedrich Wallstab, Holger Seebode, Susanne Grütz, und Birnhold Leppin.

In den vergangenen Wochen war aber nicht nur fleißig geprobt worden, nein auch für die Dekorationen und Kostüme war viel Mühe aufgewendet worden. Erstmals gab es sogar einen echten Vorhang.

 

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