Wernigerode. Ein Zehn-Mann-Betrieb aus Wernigerode ist seit kurzem Ausrüster für deutsche Top-Wintersportler in fünf Disziplinen. Die Firma Christoph Dunkel Hörakustik hat mit dem Deutschen Skiverband einen bis 2013? gültigen Ausrüstervertrag geschlossen.

Hörgeräte und olympischen Spitzensport – passt das zusammen? Durchaus, dank einer erfolgreichen Mischung aus Beobachtung, guten Kontakten, Aufgeschlossenheit bei den Sportlern, und nicht zuletzt dem handwerklichen wie unternehmerischen Geschick des Harzer Geschäftsmanns Christoph Dunkel.

Doch der Reihe nach: Schaut Christoph Dunkel fern, so interessieren ihn die auf der Mattscheibe zu sehenden Ohren mehr als gewiss jedem anderen Zuschauern. Der 32-jährige verfolgte 2007? ein Interview mit dem damaligen Skisprung-Bundestrainer Reinhard Heß. Auffallend dabei – so sagt Dunkel heute – Heß habe sich häufig ans Ohr gefasst. Das Interesse kommt nicht von ungefähr, der Thalenser hatte einen beruflichten Grund: Ist er doch seit 2005 in Wernigerode selbständiger Hörakustiker, und damit von Haus aus ein Ohren-Experte.

Diese Heß-fast-sich-ans-Ohr-Beobachtung haben vielleicht andere Aufmerksame auch gemacht. Nur, Christoph Dunkel beließ es nicht dabei. Im Gespräch mit seinem guten Freund bereits aus Kindheitstagen fragte er nach. Und zwar bei jemandem, der sich auskennt. Der Freund nämlich ist seit zehn Jahren als Techniker Mitglied des Serviceteams der deutschen Ski-Langlauf-Nationalmannschaft. Im Gespräch erfuhr er, Trainer und Betreuer der Wintersportler benutzen für den Streckenfunk an den Sportanlagen ein Funkgerät "von der Stange". Soll heißen, die Kopfhörer sind nicht individuell angepasst.

Der Hörgeräte-Spezialist weiß, jeder Mensch trägt an seinem Kopf zwei Unikate. Das Ohr ist einzigartig, sagt Dunkel, für ihn der Ansatz, den Trainern der Spitzenathleten "maßgeschneiderte" Lösungen anzubieten. Im Oktober war es jetzt soweit Der Wernigeröder Hörakustikmeister? gehörte in Ingolstadt zum erlesenen Tross der Ausrüster. 32 Sets mit ganz persönlichen Kopfhörern hat er an 32 Betreuer übergeben.