In Kürze wird die über die Ilse führende Brücke in der Mühlenstraße in Ilsenburg abgerissen. Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz lässt das Bauwerk erneuern.

Ilsenburg l Die Ilse-Brücke schräg gegenüber dem Haus der Vereine - wegen der Namen der Bewohner des Grundstücks im Volksmund auch Fuchsbrücke genannt - wird in Kürze abgerissen. An ihre Stelle kommt ein Neubau, der dem Harzflüsschen künftig mehr Wasserdurchfluss und den Bewohnern der Stadt mehr Sicherheit vor Hochwasser bieten soll.

Das Vorhaben ist ein Projekt des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und soll nach aktuellen Überlegungen im September abgeschlossen sein. "Unsere Planungen sehen dieses Bauende vor, aber in unserem Job kann man ja nie wissen", erklärt Bauleiter Fred Domdey von einer Blankenburger Baufirma. Der Fund von uralten hölzernen Wasserleitungen im Vorjahr am wenige hundert Meter entfernten Blochhauer sei als Beispiel genannt. Domdey sicherte aber zu, dass die Sperrungen zeitlich so gering wie möglich gehalten werden.

Deshalb arbeitet der Baubetrieb eng mit dem Bauamt und dem Team Ordnung der Stadtverwaltung zusammen. Die Sperrungen koordiniert Hans-Jürgen Bley. "Wir haben versucht, den Verkehr so wenig wie möglich zu reglementieren. So ganz ohne Sperrungen kommen wir allerdings nicht aus", erklärte er. Eine erste Vollsperrung soll es am 6. Mai geben. Dann geht es der alten Brücke an den Kragen. Sie wird von einem am Dienstag aufgestellten Kran angehoben und einige Meter weiter über dem Fluss abgelegt. Sie kann dann ausschließlich von Anwohnern genutzt werden, die irgendwie in ihr Haus gelangen müssen, ohne nasse Füße zu bekommen. In den folgenden Wochen startet dann der Bau der neuen Brücke. Deren augenscheinlichstes Merkmal wird sein, dass sie um einiges höher als das bisherige Modell liegt. Dazu Hans-Jürgen Bley: "Die alte Brücke war bei Hochwasser immer ein Nadelöhr, an dem sich jede Menge Treibgut ansammelte und den Wasserdurchlauf erschwerte. Das soll nun geändert werden."

Der Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes wies darauf hin, dass während der Bauzeit mehrmals Straßensperrungen erforderlich sein werden. Zumeist wird es sich um einseitige Sperrungen handeln - der Verkehr werde mit Hilfe einer Ampel einspurig vorbeigeleitet. Für den Fall einer Vollsperrung werde es eine Umleitung über die Buchbergstraße geben. Davon seien dann die Anwohner der Buchbergstraße, der Punierstraße und der Wiesenstraße betroffen. In diesen Straßen gelte dann ein generelles, zeitlich befristetes Halteverbot.

Wegen der Sperrungen an der Brücke wird es auch Einschränkungen für den Bus der Harzer Verkehrsbetriebe zur Plessenburg geben. "Wir beraten schon seit einigen Wochen, aber für den breiten Bus gibt es einfach keine Lösung. In Abstimmung mit den HVB wird die Plessenburg in diesem Jahr erst ab Juni wieder in den Linienverkehr einbezogen", erklärte Hans-Jürgen Bley und bittet um Verständnis.

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