Der Verein "Rettung Schloss Blankenburg" wurde am Freitagabend im Saal des Großen Schlosses mit dem Adolf-Just-Preis der Lufus Heilerde Gesellschaft ausgezeichnet. Für den im Urlaub weilenden Vereinschef Dr. Falk Götzel nahm André Gast den Preis entgegen.

Blankenburg. Die Überraschung war perfekt. Der Verein "Rettung Schloss Blankenburg" erhält den mit 2500 Euro dotierten Adolf-Just-Preis 2010. Die Entscheidung der Jury dürfte von niemandem in Frage gestellt werden, denn die Leistungen der etwa 260 Frauen und Männer in diesem Verein sprechen für sich.

Da ließ es sich Bürgermeister Hanns-Michael Noll nicht nehmen, persönlich die Laudatio für die Preisträger dieses Jahres zu halten. Er kennt sich bestens mit dem geehrten Verein aus, schließlich gehörte er zu den Mitgründern - damals vor fünf Jahren, als er nach eigenem Bekunden noch "ein ganz normaler Blankenburger Bürger" war. "Es ist mir eine besondere Ehre, denen zu danken, die sich hier oben ehrenamtlich für den Erhalt des Wahrzeichens unserer Stadt einsetzen", erklärte er.

Kurgastzentrum erhält den Namen "Adolf Just"

"Das betrifft den Vereinsvorstand, aber auch all jene, die nicht immer im Mittelpunkt stehen, aber auch unglaublich viel für dieses Schloss und unsere Stadt leisten", fügte Noll hinzu. Deshalb nannte der Stadtchef bewusst keine Namen in seiner Laudatio - mit einer Ausnahme - dem des Vereinsvorsitzenden Dr. Falk Götzel. Und dabei musste der Bürgermeister etwas schmunzeln, denn erst in den letzten Tagen sickerte durch, wer den Preis in diesem Jahr bekommen sollte. Da hatte Götzel aber schon seinen Urlaub gebucht, der sich nicht mehr verschieben ließ.

Der Preis wurde dem Verein von der Lufus Heilerde Gesellschaft in Friedrichsdorf gestiftet. Übergeben wurde er von Marcel Beurer, einem Ururenkel von Adolf Just.

Die Verbindung des Herstellers der Justschen Heilerde und der Stadt Blankenburg wurde von Bürgermeister Noll ebenfalls gewürdigt. "Es ist nicht selbstverständlich, dass sich ein Unternehmen seiner Wurzeln erinnert und sich viele Jahre später buchstäblich an seiner Wiege für die Menschen dort engagiert", bemerkte Hanns-Michael Noll und kündigte an, dass die Stadt sich auf ihre Weise "revanchieren" werde. So soll das neue Kurgastzentrum in der Stadtmitte nach seiner Fertigstellung den Namen von Adolf Just erhalten. Nicht nur die Nachkommen Adolf Just‘ quittierten diese Aussage mit Applaus.