Wernigerode l Die höchstdotierte Auszeichnung für Forscher in Sachsen-Anhalt, der Wernigeröder Wissenschaftspreis, ist am Donnerstag an zwei Absolventen der Hochschule Harz verliehen worden. Gestiftet wird die Auszeichnung von den Stadtwerken Wernigerode.

Kevin Schmidtko erhielt den mit 3000 Euro verbundenen Preis für seine Master-Arbeit mit dem Thema "Comprehensive Risk View - Zinsrisikomanagement aus ökonomischer, aufsichtsrechtlicher und bilanzieller Perspektive". Die Jury bewertete Schmidtkos Projekt als "eine wissenschaftlich exzellente Arbeit, die in der ersten Anna¨herung fu¨r die Zinssicherung von Banken bedeutungsvoll und daher fu¨r den Finanz- und Bankenbereich von struktureller Bedeutung ist". Schmidtko hatte in seiner Arbeit ein mathematisches Modell entwickelt, mit dem Banken die Risiken beim Kreditmanagement harmonisieren und damit das Gesamtrisiko verringern können.

Der aus Salzgitter stammende Nachwuchswissenschaftler absolvierte von 2010 bis 2012 ein berufsbegleitendes Master-Studium an der Hochschule in Hasserode. Das Studium in Wernigerode habe ihm großen Spaß bereitet, trotz einer Sieben-Tage-Woche, sagt der Preisträger.

Über einen mit 500 Euro dotierten Sonderpreis konnte sich Angela Brümmer freuen. Ebenfalls an der Hochschule Harz hat sie im Bereich Tourism and Destination Management eine Master-Arbeit über "Die Zukunftchancen der Straße der Romanik" angefertigt. Die Jury lobte die "sehr klar und gut formulierte wissenschaftlich-theoretische Analyse der touristischen Themenstraßen und der Einordnung der Straße der Romanik" und die "machbaren Vorschla¨ge fu¨r eine Praxisrealisierung die auch fu¨r die Harzregion zutreffen". Die 24-jährige Preisgewinnerin führt seit ihrem Hochschulabschluss ein eigenes Unternehmen, das touristische Dienstleistungen auf der Burg Schlanstedt anbietet.

Auch 2014 wird wieder ein Wissenschaftspreis verliehen. Bewerbungen können ab sofort bei der Stadtwerkestiftung Wernigerode, Am Kupferhammer 38, in 38855 Wernigerode eingereicht werden.

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