Wernigerode (im). Wer das neue Jahr heute in der Altstadt mit einem zünftigen Feuerwerk begrüßen möchte, der wird enttäuscht sein.

"Das ist und bleibt verboten. Dafür gibt es auch keinerlei Ausnahmen", sagt Gerald Fröhlich. Wernigerodes Ordnungsamtsleiter verweist dazu im Gespräch mit der Harzer Volksstimme auf das seit dem 1. Oktober 2009 geltende "Bundesgesetzliche Abbrennverbot von pyrotechnischen Gegenständen in unmittelbarer Nähe von Reet- und Fachwerkhäusern".

Darin wird ein angemessener Sicherheitsabstand von 100 Metern für notwendig erachtet. Fröhlich: "Das ist bei uns aber unpraktikabel." So kann zum Beispiel in der Kochstraße diese Entfernung überhaupt nicht eingehalten werden. Zudem lässt sich der Begriff Altstadt keinesfalls nur auf das Stadtzentrum eingrenzen. Der Ordnungsamtschef: "Wir haben auch am Katzenteich oder in der Bodestraße Fachwerkhäuser." Ebenso in den Ortsteilen. Im Fall Schierke verschärft sich das Problem noch durch die Waldlage, speziell den Nationalpark.

Gerald Fröhlich: "Deshalb richten wir den dringenden Appell an alle, sich unbedingt an das Abbrennverbot zu halten." Gerade die Hoteliers und anderen Vermieter sollten ihre Gäste dafür sensibilisieren, weil diese davon möglicherweise nichts wissen können.

Ein prominentes "Opfer" haben die Brandschutzvorschriften übrigens auch schon gefunden. Fröhlich: "Der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus musste deshalb bereits abgebaut werden."