Viele Menschen besuchten am Heiligabend nicht nur in der Derenburger Kirche, sondern in vielen anderen Gotteshäusern die Krippenspiele. Die Derenburger Besucher wurden nicht enttäuscht bei dem, was ihnen Kinder und Jugendliche in einer neuen Fassung boten.

Derenburg l Gespannt waren die Besucher in der Derenburger Kirche St. Trinitatis schon auf das Krippenspiel. Schließlich war ihnen zuvor die Fassung von zwei Mädchen der Jungen Gemeinde angekündigt worden,

Doch eine modern abgewandelte Aufführung blieb aus, im Gegenteil. Inhaltlich sehr nah an der üblichen Rahmenhandlung der alten Geschichte von Maria und Josef, beginnend mit der Suche eines Quartiers über die Geburt bis hin zur Lobpreisung der Hirten und Könige, überzeugte als Neuigkeit vor allem die zeitgemäße und verständliche Sprache.

Die dadurch auch leichter zu lernenden Texte kam den Kindern und Jugendlichen locker über die Lippen, sehr zur Freude der vielen Besucher. Sie hatten sich in der feierlich geschmückten Kirche in dicke Jacken und Decken gehüllt, doch beim fröhlichen Spiel des Nachwuchses wurde ihnen warm ums Herz.

Zuvor hatte Pfarrerin Regina Hildebrandt in einer kleinen Andacht nicht nur an den Grund des Weihnachtsfestes erinnert, die Geburt Jesu, sondern auch an Sorgen und Probleme der Menschen auf der Erde. Traditionell wird zum Weihnachtsfest für die Aktion "Brot für die Welt" gesammelt.

"Leider gerät bei Geschenkejagd und Völlerei zu den Feiertagen der wahre Anlass immer mehr in den Hintergrund", bedauerte die Pastorin. Vielleicht hat sie damit einige der Besucher, unter denen sich nicht nur Gemeindemitglieder befanden, zum Nachdenken angeregt.

Der Kirchenchor setzte mit seinem Gesang wohl etwas zu zeitig ein, so dass sich die Zuschauer nicht trauten, den Laienschauspielern für ihre Leistungen mit anhaltendem Applaus zu danken. Doch danach gab es den wohlverdienten Beifall für das junge Ensemble und die Textautorinnen Susann Schröder und Marie Manteufel.