Wernigerode. "Unsere spektakuläre Spendenaktion war erfolgreich", freut sich Peter Lösler. Der erste Vorsitzende des Ski-Klubs Wernigerode von 1911 gestern Vormittag: "Der Ski-Winter im Zwölfmorgental ist gesichert!"

Das Seil ist neu, drauf und es läuft, erhielt der Vereinschef am Dienstagabend die ersehnte frohe Botschaft. Eine Rübeländer Firma hatte dafür bereits seit der vergangenen Woche durchgearbeitet.

Rückblende: Nach dem Seilriss am 17. Februar 2010 herrschte unter den derzeit rund 150 Mitgliedern zunächst große Sorge und Ratlosigkeit. Doch der daraus resultierende Hilferuf blieb glücklicherweise nicht unerhört. Auch die Harzer Volksstimme unterstützte die Wintersportfreunde gern bei ihrem Anliegen.

"Früher Winter ist eine Ironie des Schicksals"

Das rund 900 Meter lange Seil wurde vom Verein meterweise für 6,80 Euro zum Kauf angeboten. Peter Lösler: "Wir hatten über 80 Einzelspender von 100 Meter bis zu einem Meter. Sogar aus Hannover, Cottbus und Magdeburg." So sind bis zum Spätsommer nicht nur die erforderlichen 6120 Euro zusammengekommen. Es ist sogar ein wenig Geld übrig geblieben. Der Vorsitzende: "Dadurch konnten wir noch ein neues Erdkabel für die Beleuchtung verlegen."

Sichtlich stolz ist Lösler auch auf das "unwahrscheinliche ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder". Durch die ganze Aktion sind alle buchstäblich zusammengeschweißt worden. Der Wernigeröder: "Dass uns ausgerechnet der frühe Wintereinbruch getrieben hat, ist Ironie des Schicksals für einen Ski-Klub."

Nachdem die Sportfreunde bisher stets öffentlich um Hilfe gebeten haben, möchten sie sich jetzt gern bei allen Gönnern bedanken und das Ergebnis der Bemühungen präsentieren. Deshalb wird für den morgigen Freitag, 3. Dezember, ab 18 Uhr an die jüngst auch optisch aufgewertete Talstation im Zwölfmorgental zu Glühwein und Würstchen eingeladen. Peter Lösler: "Damit wollen wir auf winterliche Skiabende mittwochs und sonnabends einstimmen." Und: "Dazu wird auch die Dezember-Skiecke von heute aus dem Schanzenhaus auf morgen auf die Piste verlegt".

Die zahlreichen Sponsoren sollen übrigens nicht anonym bleiben. Peter Lösler: "Es wird noch eine Spendertafel geben, aber die ist noch nicht fertig."