Schierke l Hinter ihr liegt ein "sehr spannendes, aufregendes Jahr", sagt Schierkes Bürgermeisterin Christiane Hopstock (CDU). In den zurückliegenden Monaten seien die für Schierke größten Investitionen seit Jahrzehnten getätigt worden. Sie blicke gern auf 2012 zurück. Schließlich seien mit den Fördermillionen einige Bestandteile des lange planten Ortsentwicklungskonzeptes für den Brockenort umgesetzt worden. Mit den zwei neuen Straßenbrücken in Ober- und Unterschierke wurde 2012 der Grundstein für die Ortsumfahrung gelegt. In diesem Jahr folgt mit dem Ausbau der Sandbrinkstraße ein weiterer wichtiger Schritt, um das Ziel - die Ortsmitte vom Verkehr zu entlasten - zu erreichen.

Dementsprechend steht ihr Jahreshöhepunkt in engem Zusammenhang mit dem Baugeschehen an der Bode. "Als Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff im Frühjahr den Startschuss für den Brückenbau gegeben hat - das war schon was", sagt Christiane Hopstock. "Endlich blieb ein Entwicklungsplan nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern wurde in die Tat umgesetzt."

Acht Monate später konnten sie, Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) und abermals Birgitta Wolff (CDU) die Bodequerung freigeben, die übrigens genau am Eingang ihres Hotels "Bodeblick" entstanden ist. Für die Bürgermeisterin keine einfache Situation. "Natürlich sind einige Gäste wegen des Baulärms wieder abgereist. Aber viele Stammgäste haben Verständnis gezeigt und freuen sich, dass sich ihr Ferienort weiterentwickelt." Ohnehin habe sich die regionale wie überregionale Aufmerksamkeit für Schierke erhöht. Selbst TV-Stars wie Michael Kessler kamen an dem Brockenort nicht vorbei. Der Fernseh-Komiker hatte Schierke im Oktober besucht und war von dort aus mit einem Rasenmäher-Traktor gen Brocken aufgebrochen.

Privat konnte Christiane Hopstock im zurückliegenden Jahr wie gewohnt auf den Rückhalt ihrer Familie bauen. Ehemann und Kinder, ihre Eltern und Bruder Daniel Steinhoff haben der Bürgermeisterin den Rücken freigehalten und immer wieder tatkräftig mit angepackt, wenn Hilfe nötig war.

Viel Zeit für das Privatleben sei ihr nicht geblieben, aber sie könne dennoch auf schöne gemeinsame Stunden im Kreis der Familie zurückblicken. Im noch jungen Jahr 2013 stehen bereits wieder unzählige Projekte auf ihrem Aufgabenzettel. So wird sich Schierke ab Frühjahr wieder in eine Großbaustelle verwandeln, wenn am Fuß des Winterbergs die Ortsumfahrung und das geplante Parkhaus gebaut werden. Aber nicht nur am Ortsrand werden Bauarbeiter tätig sein. Auch die Durchfahrt soll erneuert werden, zudem geht die Sanierung der Kindertagesstätte weiter.

Kunst-Eis für das Stadion, Kunstschnee für die Skipiste

Ein zentraler Dreh- und Angelpunkt in den kommenden Monaten wird die Umgestaltung des Eisstadions sein. Gerade im Hinblick auf die derzeit milden Temperaturen und den ausgebliebenen Schnee wartet die Bürgermeisterin sehnsüchtig auf eine Kunst-Eis-Bahn für das Stadion. "Ende Dezember hatten wir in puncto Wintersport in Schierke nichts zu bieten", sagt Christiane Hopstock. Zwar sei sie fest davon überzeugt, dass in den kommenden Wochen der Winter zurückkehre, doch die aktuelle Lage zeige überdeutlich, wie wichtig das neue Stadion sein kann.

Und es beweise auch, dass Alpinski-Sport im Oberharz nur mit künstlicher Beschneiung möglich ist. Die Wernige-röder Stadtverwaltung und der Schierker Ortschaftsrat wollen dazu ein Ganzjahreserlebnisgebiet inklusive mehrerer Abfahrtspisten am Winterberg entwickeln. In diesem Zusammenhang bekräftigt Christiane Hopstock, dass eine Zusammenarbeit mit dem benachbarten Braunlage nur von Vorteil sein könne. Sie plädiert dafür, sich in die Wurmberg-Pläne aus Niedersachsen einzuklinken. Unabhängig von den politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten dieser Entwicklungen gehört dieser Wunsch zu ihren größten: "Ich will noch einmal in meinem Leben auf dem Winterberg Ski fahren."