Im Breiteweg in Barleben läuft eine Baumpflanzaktion. Bis Anfang Mai sollen im Bereich der Hauptmagistrale 58 großblättrige Erlen neu gepflanzt werden. Diese Maßnahme ist erforderlich, weil die "Vorgänger" an einer Pilzerkrankung eingingen.

Barleben l 58 Bäume sollen im Breiteweg neu gepflanzt werden. Nadine Schlottag, Bereichsleiterin des Bau- und Serviceamtes, denkt, dass die Arbeiten in der ersten Mai- woche beendet sein werden. "Bei dieser Aktion", so die Bereichsleiterin, "handelt es sich um Ersatzpflanzungen."

Die alten Bäume, weiß Ortsbürgermeister Horst Blume, wurden vor drei Jahren entlang des Breiteweges gepflanzt. Es sollte eine grüne Allee entstehen. Insgesamt waren es 84 Bäume, die Ungarische Eiche und der Bergahorn, die eingebracht wurden. Doch Freude an dieser Pracht kam nicht auf - nicht bei den Barlebern, auch nicht beim Ortschaftsrat, der die Pflanzaktion erst auf den Weg gebracht hatte. Das Gros der Bäume wuchs nicht an, vertrocknete regelrecht.

Die Ursachen für das schnelle Baumsterben konnten lange Zeit nicht exakt ermittelt werden. "Inzwischen wissen wir, woran die Bäume eingegangen sind", erläutert Gartenmeister Torsten Heendorf, der die Ersatzpflanzaktion leitet. "Die Mehrzahl der Bäume waren vom Verticillium-Welke, einer Pilzkrankheit befallen. Der Pilz kommt im Boden vor und befällt von dort aus die Pflanzen. Das heißt, die Gefäße der Wurzeln verstopfen, die Bäume gehen ein." Bis heute ist aber nicht endgültig geklärt, ob der Erreger bereits in der Erde war, oder sich schon an den Wurzeln befand.

Der Rechtsstreit darüber zog sich über viele Monate hin, erinnert sich Ortsbürgermeister Horst Blume, "bis sich vor Kurzem die drei Partner - die Baumschule, der Gartenbaubetrieb und die Gemeinde - außergerichtlich einigten".

Der Ortsbürgermeister zeigt sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, "denn dem Bürger war nicht mehr plausibel zu machen, warum die kranken Bäume nicht ausgetauscht werden." 58 sind es, die jetzt mit Stock und Stiel aus der Erde geholt und durch neue ersetzt werden müssen. "Bevor aber die großblättrigen Erlen die befallenen Bäume ersetzen, wird jedes einzelne Pflanzloch neu ausgeköchert und präventiv behandelt", erläutert Gartenmeister Heendorf.

Die Entscheidung, welche Bäume letztlich gepflanzt werden, traf der Ortschaftsrat. "Uns lagen drei Vorschläge vor", so Horst Blume, "die Mitglieder konnten zwischen Säulenhainbuche, Baumhasel und der Erle entscheiden."

Die großblättrige Erle bekam schließlich den Zuschlag. Sie ist der beständigste Straßenbaum, wie sich der Ortschaftsrat bei Fachleuten sachkundig machte.

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