Der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes Barleben besteht seit 50Jahren. Zur Festveranstaltung wurden die Gründungsmitglieder geehrt und der Nachwuchs zeigte sein Können als Ersthelfer.

Barleben l Die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes hat sich gewandelt. Die Absicherung der Blutspendeaktionen ist inzwischen die Hauptaufgabe geworden. Vor 50 Jahren war das noch anders. "Damals haben wir uns sehr auf die Ausbildung der Rettungsschwimmer konzentriert", sagt Gründungsmitglied Peter Nawrath. Die sicherten unter anderem am Jersleber See oder im Ostseebad Zingst den Badebetrieb ab. Während die Erwachsenen heute Blut sammeln, widmet sich die Jugend der DRK-Ortsgruppe der Ersten Hilfe. Die Gruppe der Sekundarschule lernt unter der Anleitung von Lehrerin Heike Krohn Verbände anzulegen und Verletzte so lange zu betreuen, bis professionelle Hilfe kommt. Das Können der jungen Sanitäter wird genutzt. "Unsere Schüler sind daran gewöhnt, dass der Sani-Raum in den Pausen besetzt ist", betont Heike Krohn.

Zu einer Festveranstaltung gehören neben Kaffee und selbstgebackenem Kuchen unbedingt Festreden und Ehrungen. Adolf Henschel ist bereits seit 60 Jahren dabei, Volker Spoer, Rudi Wollmann, Peter Spoer, Bernd Bergemann, Achim Stein, Erich Knye und Otto Gaede seit 50 Jahren. Dafür bekamen sie Anstecknadeln und Urkunden.

Peter Nawrath ist seit Ende vergangenen Jahres der Vorsitzende der DRK-Ortsgruppe und erlebte auch 1963 die Gründungsversammlung. "Sie fand im Sportlerheim Am Anger statt", erinnert sich Nawrath, der am Sonnabend zur Festveranstaltung außerdem noch seinen 66. Geburtstag feierte. Er bekam nicht nur Blumen, sondern in seiner Funktion als Ortsgruppenvorsitzender vom Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff auch einen weißen Regenschirm überreicht. "Dieser Schirm symbolisiert, dass wir unsere Vereine nicht im Regen stehen lassen", sagte das Ortoberhaupt. Das Engagement von Feuerwehr und Rotem Kreuz würdigte Keindorff besonders. "Ihre Arbeit zeigt, dass es immer noch Menschen gibt, die etwas für andere tun wollen. Nicht alles kann die Gemeinde leisten." Ausdrücklich bedankte er sich beim DRK auch für die Unterstützung beim alljährlichen Silvesterlauf.

Auch Rosemarie Kaatz, Präsidentin des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes, meinte: "Viele arbeiten beim DRK aus Liebe zum Menschen."

Volker Spoer, langjähriger DRK-Ortsgruppenvorsitzender, hat kürzlich anlässlich seines 70. Geburtstages auf Geschenke verzichtet und stattdessen Geld für die Arbeit des Jugend-Rotkreuzes gesammelt. Auf diese Weise sind 210 Euro zusammen gekommen. "Ich hoffe, das der DRK-Nachwuchs in Barleben erhalten bleibt", sagte er.

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