Die Gartenstraße ist seit einer Woche eine Baustelle. Durchfahrtsverkehr ist nicht möglich. Bis August soll die Straßensanierung abgeschlossen sein.

Wolmirstedt l Wer über den Bahnübergang in der Gartenstraße fährt, landet in einer Sackgasse. Ein Bauzaun versperrt den Weg. Die Hälfte der Gartenstraße ist eine große Baustelle. Und diese Baustelle verspricht, dass der Verkehr in dieser bisher so holprigen Straße bald ruhiger fließt.

Die Pflastersteine aus Grauwacke wurden entfernt, demnächst werden der Regenwasserkanal und die Hausanschlüsse erneuert. Der Straßenbelag soll künftig aus Betonpflastersteinen bestehen. "Es wurde auch Zeit", sagt eine Anwohnerin, "durch den Lkw-Verkehr wackelte das Geschirr in der Schrankwand und die Fassade hat Risse bekommen." Auch wenn die Bauarbeiten eine Einschränkung bedeuten, so sieht die Anwohnerin doch mit Freude der erneuerten Straße entgegen.

Mit Beginn der Bauarbeiten ist der Fußgängertunnel unter den Bahnschienen jedoch wieder verstärkt in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Viele Mitarbeiter des Bodelschwingh-Hauses, die gewöhnlich mit dem Auto zur Arbeit fahren, lassen das Gefährt wegen der Bauarbeiten in der Parkstraße stehen und passieren die Gartenstraße zu Fuß. "Bei geschlossenen Bahnschranken wird aus Zeitgründen verstärkt der Tunnel genutzt", sagt Bernadette Olma, Pressesprecherin des Bodelschwingh-Hauses, "und dieser Tunnel liegt voller Müll und es stinkt." Es kostet große Überwindung dort durchzugehen.

In der Tat liegt dort eine Menge Unrat und das Wasser steht am Rand mehrere Zentimeter hoch. Ob es sich dabei allein um Regenwasser handelt, lässt der Geruch bezweifeln. Anwohner fühlen sich vom Zustand dieses Tunnels ohnehin schon lange belästigt.

Für die Sauberkeit des Fußgängertunnels ist die Stadt zuständig. "Wir werden prüfen, ob wir den Tunnel öfter reinigen", sagt Bürgermeister Martin Stichnoth. Festlegen wollte er sich vorerst noch nicht. Der jetzige Reinigungsturnus liegt bei vier bis sechs Wochen.

Richtet sich der Blick wieder auf die Gartenstraße, können sich vor allem Rollstuhlfahrer auf das Ende der Sanierung freuen. Die Erneuerung der bisher sehr engen und unebenen Fußwege gehört auch dazu.

Die Erneuerung des ersten Teilstückes zwischen Parkstraße und Neue Straße soll 420000Euro kosten. Stadt und Anwohner finanzieren.