Glindenberg l An der Glindenberger Elbstraße entsteht ein neuer Eichen-Auwald. 20 Mitarbeiter des Landesforstbetriebes haben gestern ihre Büros verlassen und auf der ein Hektar großen Fläche Eicheln ausgesät. "Das ist die ursprünglichste Methode, einen Wald neu anzulegen", sagt Jens Dedow vom Landesforstbetrieb. Eine andere Methode wäre, kleine Bäumchen direkt in die Erde zu setzen. Das haben die Forstbetriebsmitarbeiter auch getan, allerdings mit Wild- apfelsetzlingen, dem Baum des Jahres 2013. "Die passen in den Eichenwald", sagt Jens Dedow.

Die Eicheln wurden im vergangenen Herbst von den Kindern der Diesterweg-Grundschule und dem Nabu gesammelt. "Wir haben sie nicht an die Wildschweine verfüttert", so Dedow, "sondern lassen daraus neue Bäume erwachsen." Auf der ein Hektar großen Fläche wurden 250 Kilogramm Eicheln in die Erde gebracht.

Nicht alle Bäume sollen in Jahrhunderten noch dort stehen. "Wir betreiben Forstwirtschaft", so Dedow, "und Eichenholz ist eines der begehrtesten heimischen Hölzer."

Die Brachfläche, in der nun die Eicheln keimen sollen, war im vergangenen Jahr noch ein Pappelwald gewesen. "Ein zusammenbrechender, kranker Pappelwald", so der Forstamtsmitarbeiter. Die Pappeln wurden gefällt, haben laut Forstexperten in der Aue ohnehin nichts zu suchen.