Nun ist es offiziell: Die Schackensleber Mehrzweckhalle heißt zehn Jahre lang "Prokonhalle". Vereine und Offizielle des Dorfes dankten während einer kleinen Namensfeier dem Sponsor.

Schackensleben l Das im Windpark Schackensleben/Rottmersleben/Bornstedt tätige Unternehmen für regenerative Energien hatte für die Halle moderne Stühle und Tische für 200 Besucher in den grün-gelben Farben von Schackensleben gesponsert. Der Clou: ein große runder Kindertisch, den die Knirpse aus der Kita schon nutzen.

Mehrzweckhalle ist weicher Haltefaktor für das Dorf

Über die Höhe der Sponsor-Summe haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Laut Volksstimme-Informationen soll es sich um eine üppige fünfstellige Summe handeln.

Zustande gekommen war die Partnerschaft während des Windpark-Festes 2012. Die Mehrzweckhalle stand im Herbst kurz vor der Fertigstellung, doch die Bestuhlung des Dorfzentrums hatte aus Kostengründen nicht zum Umbauprojekt gehört. Ortsbürgermeister Ernst Daenecke war an die Veranstalter des Windparkfestes herangetreten. Mit Erfolg. "Eine Zusage ist mir nicht schwer gefallen", erklärte Prokon-Chef Carsten Rodbertus in Schackensleben. Er wohne selbst seit 20 Jahren auf dem Lande und weiß um die Besonderheiten und Probleme eines Dorfes. "Ein solches Zentrum wird das Zusammenleben nachhaltig fördern. Wir wollen als Firma, die in der Region sichtbar aktiv ist, den Menschen etwas zurückgeben, das in die Zukunft weist", erklärte Rodbertus.

Auch Ortsbürgermeister Ernst Daenecke würdigte die Bedeutung des Olvezentrums für Schackensleben. "Seit dem Umbau hat sich der Nutzungsgrad der Halle verdoppelt. Das ist ein Zeichen der Akzeptanz im Dorf. Mit dem Projekt Olvezentrum antworten wir auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und schaffen einen weichen Haltefaktor. Das Leben wird attraktiver. Die Dorfgemeinschaft wächst zusammen."

"Seit dem Umbau hat sich der Nutzungsgrad der Halle verdoppelt. Das ist ein Zeichen der Akzeptanz im Dorf."

Ortsbürgermeister Ernst Daenecke

Daenecke könne sich eine weitere Zusammenarbeit mit Prokon vorstellen. Der Anlass: Die nächste EU-Förderperiode wird Projekte unterstützen, die sich Herausforderungen wie Klimawandel und Energie-Effizienz stellen. Das passe zum Unternehmensprofil des Sponsoren und zum Anliegen der Ortschaft. Was Daenecke dabei genau ins Auge gefasst hat, wollte er in der Öffentlichkeit (noch) nicht verraten.

Eine weitere Möglichkeit zur Kooperation entdeckte Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel. Nach Rodbertus\' Ankündigung, eine Stiftung zu gründen, erinnerte Steffi Trittel an ähnliche Pläne der Gemeinde Hohe Börde. "Vielleicht gibt es Berührungspunkte zwischen beiden Stiftungen." Dann klirrten die Sektgläser.