In Samswegen wird die Weihnachtszeit alle Jahre wieder mit dem traditionellen Adventssingen eingeläutet. Ortsbürgermeister Burkhard Wohlfarth hofft aber, dass bis dahin alle 21 Fenster der Kirche Sankt Sebastian saniert und wieder eingebaut sind.

Samswegen l "So kurz vor dem ersten Advent darf man nicht den Durchblick verlieren", setzt sich Ortsbürgermeister Burkhard Wohlfarth selber unter Druck. Der umtriebige Ortsbürgermeister meint es so, wie er es sagt und ist daher aus gutem Grund dieser Tage einmal öfter an der altehrwürdigen Kirche Sankt Sebastian anzutreffen:

Zum einen steht am 1. Dezember das traditionelle Adventssingen an, "und da erwarten wir das halbe Dorf vor der Kirche auf dem Festplatz. Zum anderen müssen bis dahin alle neuen Fenster wieder in der Kirche eingesetzt sein. Denn sollte an diesem Tag das Wetter nicht mitspielen, gehen wir in die Kirche."

Burkhard Wohlfarth ist aber zuversichtlich, dass am Gotteshaus rechtzeitig zum Fest die Baugerüste fallen, auch die letzten Fenster eingesetzt sind. Bei der gestrigen Baubesichtigung erinnert der Ortsbürgermeister daran, dass bereits seit Anfang September die alten Fenster "rundum erneuert" werden. Insgesamt sind es 21. 15 der Fenster sind bereits instand gesetzt und eingesetzt, sechs müssen noch. Am 27. November ist die Bauend- abnahme.

"Diese Sanierung der bleiverglasten Kirchenfenster", so Wohlfarth, "war unabhängig vom Adventssingen längst überfällig und damit zwingend notwendig." Vor über 20 Jahren, so weiß der Samsweger, wurde schon einmal an der Verglasung Hand angelegt, "ohne wirklich etwas ernsthaft zu verbessern".

Diesmal aber werden die 100-jährigen Fenster grundhaft erneut. Die Kirchengemeinde und der Kirchenkreis lassen sich diese sogenannte Generalüberholung richtig was kosten. 25000 Euro wurden bereitgestellt, damit die Kirchgänger in Samswegen in Zukunft einen besseren Durchblick haben. Wobei der Ortsbürgermeister betont, dass die Fenster lediglich verbleit werden, "denn das Glas ist noch gut erhalten". Das alles geschieht übrigens in einer Firma in Tangerhütte, die sich auf Kirchenfenster spezialisiert hat.

Sind die Fenster "dicht", so Wohlfarth, steht dem Adventssingen nichts mehr im Wege.

Die Proben für das etwas andere Fest laufen auf Hochtouren. Was den Ortsbürgermeister besonders stolz macht, das Dorf ist fest mit eingebunden. Da tritt der Männergesangsverein "Liederkranz" auf, wird der Frauenchor "Singende Ladys" seine Stimme erheben, sind die Mädchen und Jungen der Kita "Fuchsbau" und der Grundschule "Am Heiderand" zu erleben. Das Adventssingen, das am 1. Dezember um 14 Uhr beginnt, ist minutiös vorbereitet. Auf 20 (vor)weihnachtliche Musikstücke dürfen sich die Festbesucher freuen.

Das Fest selbst aber beginnt bereits um 13 Uhr, werden die "Rockwichtel" unter der Anleitung von Bärbel Jahns ihr Können zeigen. Gegen 16 Uhr sind dann die Samsweger Linedancer zu erleben, bevor zu später Stunde die Festbeleuchtung ausgeschaltet wird.

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