Der Jersleber Adventsmarkt ist klein, aber fein und wird alle Jahre wieder von der Feuerwehr sowie vom Heimatverein gestaltet. Weihnachtsmusik, ein paar Stände und der Besuch des Nikolauses machen die Gemütlichkeit in eisiger Luft perfekt.

Jersleben. Vor allem die Einheimischen fanden den direkten Weg zur "Flocke", dem Kulturtempel von Jersleben, ließen sich am Sonnabend an der Kaffeetafel nieder oder blieben gleich an den Ständen im Hof.

Vor allem die älteren Dorfbewohner genossen es, sich von den Frauen des Heimatvereins mit Kaffee und Kuchen verwöhnen zu lassen. Erika Gube und ihr Team hatten alle Hände voll zu tun, schenkten Kaffee nach und fanden für jeden ein nettes Wort.

Gabriele Blasczyk war wie in jedem Jahr für den Bastelstand verantwortlich. Auf mehreren Metern waren Tannengrün und Buchsbaum ausgebreitet. Das Grün bildete die Grundlage für Kränze und Adventsgestecke, die sich viele am Sonnabend Nachmittag pünktlich für den ersten Advent bastelten. Auf dem Grün fanden allerhand glänzende Dekorationsmaterialien Platz, kleine Päckchen, Äpfelchen, Herzchen. An diesem Basteltisch versammelte sich Jung und Alt und alle blieben mit Engelsgeduld bei der Sache.

In der Ecke des Raumes hatte Hans-Joachim Friesecke alias Kräuterjochen allerhand Selbstgemachtes zu bieten. Marmeladen und Liköre bot er feil. Besonders die Schlehen haben es dem Naturfreund angetan. "Die pflücke ich laufend", verrät er, "und lege sie kurz vor der Verarbeitung in den Gefrierschrank." Die Früchte brauchen Frost, sonst schmecken sie nicht. Kräuter-Jochen weiß, wie man der Natur ein Schnippchen schlägt. "Ich mag es naturbelassen", sagt er, "aber manchmal sagt meine Frau, dass ein bisschen Gewürz fehlt, vielleicht Zimt." Draußen verkauften die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Glühwein an die Großen. Für die Kleinen hatten die Feuerwehrleute im Gerätehaus allerhand Spiele aufgebaut, die von den Kindern gern angenommen wurden.

Ein dörflicher Adventsmarkt ohne selbstgebackenen Kuchen ist kein richtiger Adventsmarkt. Das wissen auch die Frauen des Heimatvereins. Darum wälzten sie im Vorfeld ihre Rezeptbücher und verkauften dann für einen geringen Unkostenbeitrag leckeren Kakaokuchen, Nusskuchen, Waffeln und andere vorweihnachtliche Spezialitäten. Der Duft lockte. Selbstverständlich bekam auch jeder die unverzichtbare Tasse Kaffee dazu.

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