Marienborn (rsh). Jürgen Sparwasser sorgt auch 30 Jahre nach seiner glorreichen Karriere als Fußballer für volle Häuser. Seine Buchpräsentation am Dienstag in der Gedenkstätte Marienborn rief ein enormes Besucher- und Medieninteresse hervor, so dass es äußerst eng wurde im Seminarraum. Zuvor fand auf dem Gelände das traditionelle "Ökumenische Ost-West-Männerfrühstück" mit einer Andacht statt. Doch Hauptakteur an diesem Tag war eindeutig der prominente Schütze des berühmtesten Tores der DDR-Fußballhistorie. "Ich, Jürgen Sparwasser – meine Biographie" schildert auf rund 250 Seiten den Weg Sparwassers vom Vorzeigesportler zum Republikflüchtling. Der heute in Frankfurt/Main lebende ehemalige Stürmerstar nahm sich viel Zeit für die Vorstellung seiner Geschichte, ging auf Hintergründe ein und verteilte den ein oder anderen Seitenhieb auf die heutige, eher maue sportliche Situation seines geliebten 1. FC Magdeburg. Im Anschluss signierte er Bücher für die zahlreichen Fans und Interessierten.