Letzlingen. Mit einem militärischen Zeremoniell wechselte gestern die Führung des Gefechtsübungszentrums Heer (GÜZ) in Letzlingen. Brigadegeneral Heinrich Fischer entband Oberst Gerd Kropf von der Leitung und übertrug diese Aufgabe an Oberst Michael Matz.

Gerd Kropf leitete seit fast vier Jahren das modernste Gefechtsübungszentrum Europas. "Er hat dieser Einrichtung seinen Stempel aufgedrückt", lobte Brigadegeneral Fischer, Kommandeur Heeresschulen und stellvertretender Amtschef Heeresamt. "Oberst Kropf hat das Gefechtsübungszentrum konzeptionell weiterentwickelt, die Infrastruktur entwickelt und nicht zuletzt in seiner Dienstzeit hier 60 000 Soldaten auf ihren Einsatz vorbereitet." Der General lobte auch die gute Öffentlichkeitsarbeit, die der scheidende GÜZ-Leiter in den vergangenen vier Jahren geleistet hat. Er erinnerte beispielsweise an den Abschluss der Patenschaftsverträge mit Letzlingen, Colbitz und Haldensleben.

"Diese Aufgabe war ohne Zweifel die schönste in meiner bisherigen 34-jährigen Dienstzeit", betonte Gerd Kropf in seiner Abschiedsrede, in der er besonders das menschliche Miteinander, die positive Einstellung und das professionelle Handeln der militärischen und zivilen Mitarbeiter des Gefechtsübungszentrums hervorhob.

Oberst Gerd Kropf wird künftig als Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37 im sächsischen Frankenberg seinen Dienst versehen. Er übernahm diese Aufgabe am 19. Oktober. Der neue Leiter des Gefechtsübungszentrums in der Colbitz-Letzlinger Heide heißt Oberst Michael Matz. Er war zuletzt Kommandeur des Jägerregimentes 1 im hessischen Schwarzenborn.

Der Kommandoübergabe wohnten zahlreiche Ehrengäste bei, darunter Militärs aus den USA, Großbritannien und Brasilien. Auch Norbert Eichler, Bürgermeister von Haldensleben, der Partnerstadt des GÜZ, verfolgte das Zeremoniell aufmerksam. "Unsere Gemeinde hatte ein gutes Verhältnis zu Oberst Kropf", bedauerte der Colbitzer Bürgermeister Heinz Kühnel den Wechsel. Colbitz pflegt mit der 3. Kompanie des Gefechts-übungszentrums eine fruchtbare Partnerschaft.