Wolmirstedt (kl). Im Rathaus gibt es seit gestern den neuen Personalausweis. Die Verantwortlichen der Stadt hoffen zu früher Stunde, das alles reibungslos funktioniert. Als gegen 17.30 Uhr das Einwohnermeldeamt schließt, geben Cornelia Bertling und Ute Dargel Entwarnung. "Der Andrang hielt sich in Grenzen und es gab keine Probleme", betont Ute Dargel. Der Ausweis in Chipkartenform selbst wurde bereits am 1. November bundesweit eingeführt.

Die ersten Wolmirstedter, die den neuen Personalausweis einforderten, waren Katrin und Siegfried Bleich. "Am 20. Dezember läuft unser altes Dokument aus", erzählt Katrin Bleich, "und wir wollten bewusst den neuen Ausweis." "Auch, weil wir recht häufig online sind", wie Siegfried Bleich ergänzt. "Und ich sehe in dem neuen Ausweis mehr Vorteile als Nachteile. Warum sollten wir auch Angst vor der neuen Technik haben?"

Der Wolmirstedter ließ sich dennoch fürsorglich noch einmal von Cornelia Bertling die drei wichtigsten Funktionen erklären: "Er dient wie bisher als Ausweis für hoheitliche Aufgaben, zum Beispiel bei Polizei- oder Grenzkontrollen. Zweitens kann er nun auch als Identitätsnachweis im Internet, zum Beispiel beim Online-Shopping oder bei Behördengängen im Web, eingesetzt werden. Und drittens kann man mit der Plastikkarte auch digitale Dokumente, wie Anträge oder Verträge, rechtsverbindlich ,unterschreiben‘ – das nennt sich digitale Signatur." "Ich denke, damit haben wir alles richtig gemacht", so Siegfried Bleich, bevor er das Rathaus verlässt.