Gutenswegen (kd). Sachsen–Anhalts lange Geschichte weist eine Reihe kurioser Begebenheiten auf. So schlossen Halle und Magdeburg im 15. Jahrhundert einen ewigen Freundschaftsvertrag. Friedrich II. wollte in der Börde Seidenraupen züchten, ein Reichsminister wurde 1919 in Magdeburg eingeführt und 1946 wurde einem Landesminister die goldene Uhr in Halle von sowjetischen Soldaten gestohlen. Der Historiker Prof. Dr. Mathias Tullner von der Otto-von-Guericke-Universität kann noch viel mehr berichten. Und das tut er am 11. November ab 19.30 Uhr im Heimat- und Kulturverein Gutenswegen. Der trifft sich im Vereinszimmer des Gasthofes "Zum Goldenen Hahn".

Mathias Tullner; Jahrgang 1944, absolvierte zwischen 1963 und 1967 ein Studium der Geschichte, Germanistik und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Magdeburg. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er zunächst für ein Jahr als Lehrer an einer Polytechnischen Oberschule. Anschließend nahm er eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent im Bereich Geschichte der Neuzeit an der PH Magdeburg auf. Dort promovierte er 1973. Im Jahre 1986 wurde Tullner zum Hochschuldozenten für Regionalgeschichte berufen. Seit 1999 ist er außerplanmäßiger Professor für Geschichte der Neuzeit mit dem Schwerpunkt der Landesgeschichte Sachsen-Anhalts an der Magdeburger Uni.