Die Bauanlaufberatung für den Um- und Erweiterungsbau der Groß Santersleber Kita "Kinderland" ist vor zwei Wochen erfolgt. Im Frühjahr soll Baustart sein. Die Finanzierung des 377 500 Euro teuren Vorhabens steht.

Groß Santersleben. Lange hatten Kita-Leiterin Marlies Böttcher, ihre Kolleginnen, die Eltern und die Groß Santersleber Abgeordneten um die dringend erforderliche Erweiterung der Kita "Kinderland" gekämpft. Lange Wartelisten von Eltern stoßen seit Jahren auf Kapazitätsgrenzen in der Einrichtung. Noch im Frühjahr 2010 hatte Groß Santerslebens Ortsbürgermeister Andy Zacke im Gemeinderat Hohe Börde mit dem Verweis auf die dramatische Lage um Unterstützung geworben. Der Gemeinderat Hohe Börde hatte schließlich seine Zustimmung für eine Realisierung des Um- und Erweiterungsbaus in zwei Jahresscheiben gegeben. Durch die Finanzierungszusage des Eigenanteils durch die Gemeinde konnten auch die vom Landkreis Börde in Aussicht gestellten Fördergelder des Bundesprogramms zum Krippenausbau gesichert werden. Ursprünglich sollte bereits in diesem Jahr mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. Nun werden beide Bauabschnitte 2011 realisiert. Neben den Fördergeldern in Höhe von 100 000 Euro schießt die Gemeinde Hohe Börde 137 500 Euro zu. Der Rest wird aus den Rücklagen der Ortschaft Groß Santersleben finanziert.

Ende Januar sollen die Bauleistungen öffentlich ausgeschrieben und einen Monat später vergeben werden. Der Baustart ist für das Frühjahr vorgesehen. "Sobald das Wetter milder wird, wollen wir loslegen", erklärte Ortsbürgermister Zacke sichtlich zufrieden in dieser Woche. Die Neuinstallation der Heizung – mit einer Fußbodenheizung im neuen Trakt – soll schon im Januar beginnen. Die Fertigstellung des gesamten Umbaus ist für November 2011 geplant.

Zu den Details: In die Lücke zwischen den bereits vorhandenen Kita-Gebäuden wird der Neubau mit einem zentralen Eingang eingepasst. Beide Gebäude werden mittels eines Laubengangs verbunden. Der neue Zwischenbau umfasst im Eingangsbereich neben einem kleinen Windfang das neue Büro der Kita-Leiterin und mündet in einen 50 Quadratmeter großen Mehrzweck- und Bewegungsraum. Daran schließen sich ein Kreativraum und der Trakt für die Betreuung der Krippenkinder mit separatem Waschraum, Schlafraum und Gruppenraum an. Von der Südeseite aus wird eine behindertengerechte Rollrampe errichtet.

Mit der Fertigstellung wird sich die Betreuungskapazität um 15 Krippenkinder erhöhen. Derzeit hat die Einrichtung eine Kapazität von 49 Kindern, darunter 20 Krippenkinder. Zudem werden durch den Mehrzweckraum die Möglichkeiten der pädagogischen Arbeit wesentlich verbessert.