Dahlenwarsleben (kd). Das vorgestrige Konzert mit weihnachtlichen Weisen aus aller Welt bestritten das Dahlenwarsleber und das Magdeburger Zupforchester zum wiederholten Male gemeinsam. Dass die Männer und Frauen mit Mandoline, Mandola und Gitarre gemeinsam an der Stirnseite eines Konzertsaales sitzen, passierte im letzten Jahr des Öfteren; unter anderem in Berlin, Magdeburg, Wernigerode und Wolmirstedt.

Das Dahlenwarsleber Zupforchester wird im kommenden Jahr 60 Jahre alt. Sechs Jahrzehnte Mandolinenklang in der Niederen Börde werden im September mit einem Festkonzert gewürdigt. Die Bürgermeisterin der Großgemeinde, Erika Tholotowsky, will bereits bei ihrem verspäteten Neujahrsempfang am 26. Februar auf das runde Jubiläum eingehen. Die Veranstaltung in der neuen Grundschule Dahlenwarsleben soll insgesamt eine musikalische Note bekommen. Wilhelm Radespiel, der jüngst seinen 90. Geburtstag feierte, saß am Sonntag wie immer unverzichtbar an seinem Platz in der Mandola-Stimme der Orchesters. Radespiel ist das älteste Ensemblemitglied und eigentlicher Gründervater. Zum 50. Geburtstag des Orchesters wurde ihm und dem damaligen künstlerischen Leiter Gustav Kletzke die Ehrenbürgerschaft Dahlenwarslebens verliehen. Kletzke dirigierte das Ensemble seit 1961. Heute schwingt Torsten Kahler den Taktstock bei Konzerten. Gerhard Schmidt, einstiger Geschäftsführer der Agrar GmbH am Ort und seit vielen Jahren Mäzen des Orchesters, ist immer wieder fasziniert von dessen Eindringlichkeit, Leidenschaft und Ausstrahlungskraft. "Es ist fürwahr ein Marken- und Gütezeichen für unsere Gemeinde", brachte er beim 50. Geburtstag zum Ausdruck.