Das Weihnachtsfest kommt spürbar näher. Nicht nur, dass Mitarbeiter der Abfallentsorgung während ihrer Arbeitszeit rote Mützen tragen – und damit auf dem Boulevard gesichtet wurden. Nein, auch an den Schulen der Stadt finden in diesen Tagen wieder die traditionellen Adventsmärkte statt.

Wolmirstedt. Der Wind blies kühl, als am Mittwochabend die Gutenberg-Schule zu ihrem Weihnachtsmarkt lud. Wie Grundschul-Leiterin Christina Schleef erklärte, hätte man den Klassen selbst die Entscheidung übertragen, ob sie wirklich auf dem kalten Schulhof ihre Stände aufbauen wollten. Einige Unerschrockene ließen sich nicht abhalten und boten vor dem Eingang Waffeln, Glühwein und andere Leckereien an. Richtig voll war es dann im Inneren. Da fühlten sich die zahlreichen Besucher fast, als würden sie an einem verkaufs- offenen Sonntag durch ein großes Einkaufszentrum drängen.

Auf den Fluren hatten die Grund- und Sekundarschüler zusammen mit ihren Eltern Tische aufgestellt, wo sie – immer zur Aufbesserung der Klassenkassen – kulinarische Genüsse oder Bastelarbeiten anboten. Peter Aschmann moderierte in der Mensa das Weihnachtsprogramm, das aus Liedern und Tänzen bestand.

Schüler der Christian-Wilhelm-Harnisch-Schule feierten am Donnerstag im Rahmen ihres Adventsfestes ein besonderes Buchpremiere. Es wurde von Kindern des schuleigenen Schreibzirkels geschrieben. Die Texte erzählen viel aus der unmittelbaren Welt der Kinder, von erster Liebe und Ärger auf dem Schulhof. Die zentrale Geschichte aber ist eine Fußballgeschichte, die die Kinder mit professioneller Unterstützung des Schriftstellers Dietmar Kuczyk geschrieben haben. Paulchen ist ein Junge, der gern zu den Besten seiner Fußballmannschaft gehören möchte. Doch immer wieder passieren dumme Sachen und die anderen Kinder verspotten ihn. Am Ende setzt er sich trotzdem durch und gibt alles dafür, ein guter Fußballer zu werden. "Paulchens Abenteuer und andere Geschichten" heißt das druckfrische Werk. Lehrerin Katrin Görtz hatte dieses Projekt ins Leben gerufen und bedankte sich bei allen, die es finanziell unterstützt haben.

Dass sie ihren Status als Musikbetonte Schule verdienen, bewiesen die Kinder der Diesterweg-Grundschule am Donnerstag. In der Halle der Freundschaft hatten sie ein mehr als einstündiges Weihnachtskonzert vorbereitet, dass die Eltern auf den voll besetzten Rängen begeisterte und mit Stolz auf ihren Nachwuchs erfüllte. Zumindest bewiesen das die klickenden Fotoapparate und die zahlreich auf das Geschehen gerichteten Videokameras. Die Musiklehrerinnen Nancy Schärf, Elke Buhtz und Ehrentraud Mews hatten schon nach den Herbstferien mit den Klassen die Lieder und Texte einstudiert. Schiefe Töne oder kleine Patzer waren dann auch überhaupt nicht schlimm, sondern verstärkten den Charme dieses Programmes. Darin hatte jedes Kind seinen Platz gefunden, ob im Chor, als Solist, beim Theaterstück über "Knecht Ruprecht", beim Tanz oder der Moderation. Kein Wunder, dass alle Beteiligten am Ende ihren mehr als verdienten Applaus bekamen.

   

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