Ein Beispiel für die vielfäl-tigen Angebote an der Sekundarschule Loburg ist die AG Aquaristik. Seit diesem Schuljahr beschäftigen sich die Schüler hier jedoch nicht nur mit Fischen, sondern auch mit exotischen Insekten.

Loburg. Eine Arbeitsgemeinschaft Aquaristik gab es schon, als die Loburger Sekundarschule noch am Triftweg war. "So lange ich in Loburg bin – seit 1979 – biete ich die AG an", erzählte Ludwig Dommroese, der immer wieder versucht, die Schüler für das interessante Hobby mit den Fischen zu begeistern. Am Kalitzer Weg gibt es inzwischen neun unterschiedlich große Fischbecken und das ganz große Schauobjekt im Flur der Schule.

Doch seit den Sommerferien befinden sich nicht ausschließlich Fische im Raum der Aquarianer. Neu sind drei Insektarien mit einigen interessanten exotischen Insekten. Die hat Ludwig Dommroese von einem ehemaligen Schüler bekommen. Dieser ist in einer europaweiten AG Phasmiden aktiv, und da ergab es sich, dass er Dommroese einige Exemplare besorgen konnte. Diese sind nun in der Sekundarschule zu bestaunen. In einem der Insektarien, das auf dämmerungsaktive Bedingungen ausgelegt ist, befindet sich eine Borneogespenstschrecke. Im Glaskasten daneben kann der Beobachter versuchen, das wandelnde Blatt zu entdecken. Die Stabschrecken aus Thailand im dritten Insektarium haben schon fleißig Eier gelegt, freute sich Dommroese. So sind es nicht mehr nur die Fische, die das Interesse der Schüler in Loburg wecken, doch die Aquarien stehen nach wie vor im Mittelpunkt der Beschäftigung.

Seit Schuljahresbeginn sind es wieder neue Schüler der 5. und 6. Klassen, die bei der Arbeitsgemeinschaft mitmachen. Zwei Jungen waren im vergangenen Schuljahr schon mit dabei. Einmal in der Woche trifft sich die zehn- bis zwölfköpfige Gruppe nach dem Unterricht.

Theorie und Praxis stehen auf dem Programm. Ohne ein paar theoretische Kenntnisse geht es eben nicht, das haben die Mädchen und Jungen schnell verstanden. So erfahren sie einiges über verschiedene Fischarten, die Bedingungen, die zur Haltung nötig sind, Aufzucht und Pflege. An die Pflege der Aquarien geht es dann, wenn die Theorie abge-hakt ist. Da sind die Schüler mit Begeisterung dabei.

Inzwischen schon recht routiniert holen sie Eimer, Schläuche, Schwämme aus den Schränken, schnell sind kleine Gruppen gebildet. Los geht es mit dem Ablassen des Wassers, bevor die Scheiben geputzt werden. Ludwig Dommroese beobachtet das geschäftige Treiben, gibt Hinweise und ist froh, wenn keine Seen auf dem Fußboden entstehen. Doch er ist zufrieden mit seinen Schützlingen, die ihre Sache recht gut machen. Sophie Tietz und Isabel Pallauf stört es dabei gar nicht, dass sie die einzigen Mädchen sind. "Das macht Spaß", sind sich die beiden einig. Ein eigenes Aquarium muss es deshalb zu Hause nicht gleich sein. Isabel weiß, dass das auch einiges an Geld kostet. Da hilft sie eben in der Schule bei der Fischpflege.

Ein Aquarium zu Hause gibt es bei Florian Zolchow und inzwischen auch bei Tim Große. Da kann man in der Schule allerdings einiges dazu lernen. Einer, den das Hobby schon richtig gepackt hat, ist Jonas Thiem, der schon im zweiten Jahr an der AG teilnimmt. "Das hat mich richtig interessiert", erklärte der Junge, der sich inzwischen zwei kleine und ein großes Becken zu Hause angelegt hat. Und das es jetzt auch diese exotischen Insekten in der Schule gibt, findet er einfach "cool". "Die können sich ganz schön gut tarnen", ist er beeindruckt.

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