Der Rassegeflügelzuchtverein Zerbst und Umgebung 1881 veranstaltet am Sonnabend, dem 20. November, eine Rassegeflügelschau. Volksstimme-Volontär Tobias Dachenhausen sprach mit dem Vorsitzenden Hermann Stephan über die Veranstaltung und über Entwicklungen im Verein.

Volksstimme: Was erwartet die Besucher am kommenden Wochenende im Ankuhner Festsaal?

Hermann Stephan: Ein buntes Programm kommt auf die Gäste zu. 24 Aussteller zeigen 196 Tiere, was 20 Prozent mehr als im letzten Jahr sind. Von Gänsen über Puten bis hin zu Tauben ist alles vertreten. Rund um die Geflügelausstellung ist natürlich für das leibliche Wohl gesorgt und es wird zudem eine Verlosung stattfinden, deren Hauptpreis eine Gans ist.

Volksstimme: Gibt es einen bestimmten Anlass, warum die Ausstellung in Zerbst stattfindet?

H. Stephan: Ja, den gibt es. Unser Verein wird im März nächsten Jahres 130 Jahre alt und die Geflügelausstellung soll das mit einleiten.

Volksstimme: Wie wird die Ausstellung finanziert?

H. Stephan: Natürlich sind wir wie jeder ehrenamtliche Verein auf Sponsoren angewiesen. Die Mitgliederbeiträge reichen dafür nicht aus. Die ganze Logistik und der Transport der Tiere ist entsprechend kostspielig. Wir sind aber froh, in diesem Jahr 40 Sponsoren aus allen Schichten des gesellschaftlichen Lebens gefunden zu haben. Ihnen gebührt auch ein großes Dankeschön.

Volksstimme: Wie ist denn der Ablauf bis zur offiziellen Eröffnung?

H. Stephan: Am 16. November beginnen wir mit dem Aufbau und dem Transport der Tiere. Am Donnerstag vor der Ausstellung kommt es zum Einstallen der Tiere, dort werden sie dann in die Käfige gesetzt und am Freitag bewerten die Preisrichter das Geflügel.

Volksstimme: Können sie den auswertigen Besuchern einen Tipp zur Anreise geben?

H. Stephan: Die Ausstellung findet im Ankuhner Festsaal, Lindauer Straße 72, statt. Aufgrund von Straßenbaustellen sollte man mit dem Auto über die Magdeburger und die Grüne Straße fahren.

Volksstimme: Im nächsten Jahr wird der Verein 130 Jahre. Wie sieht die momentane Situation aus?

H. Stephan: Zur Zeit haben wir 48 Mitglieder aus Zerbst und Umgebung. Das ist recht zufriedenstellend. Gut die Hälfte ist dann auch immer bei Veranstaltungen wie einer Geflügelschau dabei. Das große Problem, was wir haben, ist die Überalterung. Wir bekommen einfach keinen Nachwuchs ...

Volksstimme: Woran könnte das liegen?

H. Stephan: Ganz salopp gesagt: Man verdient damit kein Geld. Es ist eine rein ideelle Sache. Man muss die Freude am Tier einfach in die Wiege gelegt bekommen haben, um Interesse daran zu finden. Für die Kleinen bis zur 6. Klasse ist das alles noch ganz spannend, aber danach hört es dann auf. Da fällt es natürlich auch dem Verein teilweise schwer, die jungen Leute zu begeistern.