Zerbst. Ein Porträt des späten Luther, wahrscheinlich aus dem Jahr 1840, ein Tafelgemälde Öl auf Holz, geht jetzt von Zerbst auf eine Reise nach Berlin. "Dieses Bild gehört seit langem zu unserem Magazinbestand. Seine Herkunft ist allerdings nicht bekannt", erzählt Heinz-Jürgen Friedrich, Leiter des Museums der Stadt Zerbst.

Bekannt ist, dass es sich bei dem Bild um eine Original-Kopie eines Lutherporträts von Lucas Cranach handelt. Es wurde zur Darstellung der Rezeption der Reformation als Teil der Dauerausstellung des Museums gezeigt. "Die Restaurierung dieses schadhaften Bildes steht schon länger auf dem Plan, konnte jedoch auf Grund fehlender finanzieller Mittel noch nicht realisiert werden", fügt die Kuratorin Agnes Griesbach an.

Den Start für die Mittelbeschaffung gab Jürgen Graßhoff von der Zerbster Graßhoff GbR mit einer Spende von etwa 600 Euro aus dem Erlös einer Aktion zur Gfa 2008.

Zunächst wird nun über ein Amtshilfeersuch im Historischen Museum Berlin eine Stickstoff-Begasung des Bildes gegen den Holzwurmbefall vorgenommen. Wenn dann die beim Landkreis Anhalt-Bitterfeld beantragten finanziellen Mittel, wie bereits avisiert, bereitgestellt werden, so Heinz-Jürgen Friedrich, kann die weitere Restaurierung in die Wege geleitet werden. Dann wird sich die Berliner Holzrestauratorin Barbara Haussmann des Zerbster Bildes annehmen. Der Restaurierungsaufwand liegt bei etwa 3000 Euro.