Zerbst (hro). Der 52. Zerbster Heimatkalender ist auf dem Markt. Zum dritten Mal wurde er gemeinsam mit einer DVD über Zerbst öffentlich präsentiert.

Herausgeber des Zerbster Heimatkalenders ist der Verein für Regionalgeschichte Anhalt-Zerbst in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Zerbst und speziell dem Museum. "Das Redaktionsteam hat sich für diesen Kalender auf zwei Schwerpunkte konzentriert", so Vereinsvorsitzende Agnes-Almuth Griesbach am Freitagabend im gut besuchten Faschsaal der Stadthalle. Sie dankte allen Mitstreitern und erinnerte besonders an die verstorbene Elisabeth Losert. Dem langjährigen Redaktionsmitglied ist auch ein Beitrag gewidmet.

Zu Ausgrabungen 2009 und 2010 in Zerbst und Umgebung findet der Leser fünf Beiträge im 52. Heimatkalender. Dazu gehören unter anderem Berichte über Bodenfunde 2009 im Altkreis Anhalt-Zerbst, archäologische Untersuchungen im Schloßgarten und Grabungen auf dem Marktplatz und der Schleibank.

Dem am 9. Juli 2010 als erstes in Deutschland errichteten Denkmal für die russische Zarin Katharina II. gilt der zweite Kalenderschwerpunkt. Das Denkmal schmückt die Titel von Kalender und DVD. Auf seine Aufstellung haben auch die Macher der nach zwei Schmalfilm-Projekten jetzt erschienenen Image-DVD "Zerbst/Anhalt – sympathisch, gastlich, über 100 Jahre alt" gewartet, die Firma Eulenspiegel Multimedia Magdeburg.

Die Idee eines solchen Filmes entstand bereits 2008, gedacht als Werbeprodukt vorwiegend für einheimische Unternehmen, blickte Kulturamtsleiter Andreas Dittmann zurück. Erste Filmaufnahmen gab es bei den Fasch-Festtagen, wie weitere unterstützt von den Firmen Glanzexpress und G&S Haustechnik. Die Idee entwickelte sich weiter. Sowohl Zerbst als Wirtschaftsstandort als auch als Tourismus- und Kultur-Magnet sollte präsentiert werden. Die umfangreicheren Produktionskosten wurden von der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld und der Sparkassenstiftung Anhalt-Zerbst gefördert. Die Zerbster Stadtwerke ermöglichten die Übersetzungen in Russisch und Englisch.

Der Zerbster Heimatkalender wird für fünf Euro, die DVD für 11,90 beziehungsweise 14,90 Euro (Blue-ray) in den einschlägigen Verkaufsstellen angeboten.