Zu ungewohnt vorgerückter Stunde fand sich am Mittwochabend der Loburger Ortschaftsrat zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr zusammen. Bürgermeister Frank von Holly konnte mit einigen Neuigkeiten aufwarten.

Loburg. Noch bevor der in den nichtöffentlichen Teil der Loburger Ortschaftsratssitzung verlegte Antrag der BCU/SPD-Fraktion zur Umverlegung des Standortes für den Neubau einer Sporthalle an der Reihe war, meldete sich Möckerns Bürgermeister Frank von Holly zu Wort. Er dankte für das Vertrauen der Räte und verkündete die frohe Botschaft, dass es nunmehr gelungen sei, dass als Sporthallenstandort favorisierte Grundstück am Markt 22 – Ruine Volkshaus – vor acht Tagen erworben werden konnte. "Wir sind Besitzer", so von Holly. Er erklärte im folgenden, dass jetzt die weiteren Schritte folgen können.

In den nächsten Tagen sollen die Angebote für den Abriss vorliegen. Submissionstermin sei der 6. Dezember, teilte Bauamtsleiter Mathias Klack mit. Man müsse dann sehen, ober der Bagger noch vor dem 24. Dezember oder dann auch erst nach dem 6. Januar angreift, so von Holly. Auf jeden Fall soll demnächst ein Baustellenschild auf die Maßnahme aufmerksam machen – es soll ersichtlich sein, dass es jetzt endlich los geht.

Die Nachricht wurde wohlwollend im Ortschaftsrat aufgenommen. In der Einwohnerfragestunde hakte Bernhard Stöhr nach, warum von Seiten der Verwaltung diese Schweigetaktik in Sachen Turnhalle gefahren wurde. Das habe für Unmut in Loburg gesorgt und zu Spekulationen geführt, so Stöhr.

Hier bat von Holly um Verständnis. Er halte es bei großen Investitionen üblicherweise so, dass er erst darüber rede, wenn alles geregelt ist. Solange bestimmte Gefahren für ein Vorhaben bestehen, äußere er sich nicht dazu.

Schwerpunkte der Ortschaftsratssitzung waren die Anhörung zur Feuerwehrgebührensatzung und zur Friedhofsgebührensatzung (Bericht folgt). Im Nachgang zu den gefällten Linden am Münchentor, musste Hermann-Holger Kerl (BCU) einräumen, dass hier formalrechtlich alles richtig gelaufen sei. Auch in der alten Loburger Baumschutzsatzung ist keine Beteiligungspflicht irgendwelcher Gremien festgelegt.