In der Güterglücker St. Benedicti-Kirche fand am Sonnabend das traditionelle Adventskonzert statt. Die zahlreichen Besucher erlebten ein besinnliches Programm, bei dem sich Chorgesang mit Instrumentalstücken abwechselte. Daneben lauschten sie Bibeltexten und einer Weihnachtsgeschichte.

Güterglück. Über 130 Besucher konnte Pfarrer Georg Struz am Sonnabendnachmittag in der St.-Benedicti-Kirche zu Güterglück begrüßen. Die vielen Zuhörer sollten in den folgenden gut 90 Minuten ein abwechslungsreiches Adventskonzert erleben.

Mit dem Präludium und der Fuge G-Dur von Johann Sebastian Bach (1685-1750) ließ Roland Theuring zum Auftakt die sanierte Orgel erklingen. Erst in diesem Jahr konnte die komplette Instandsetzung des Pfeiferinstruments nach drei Bauabschnitten abgeschlossen werden. Vom Ergebnis, das heißt dem neuen Klang, konnten sich die Anwesenden später erneut überzeugen, als der Kantor noch ein Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) spielte.

Zuvor jedoch schlüpfte Roland Theuring von der Rolle des Organisten in die des Chorleiters und gab dem Kirchenchor Güterglück-Walternienburg den Takt vor. Die Frauen und Männer brachten in einem ersten Block mehrere Adventslieder, darunter unter anderem "Nun komm, der Heiden Heiland", zu Gehör. Ein zweiter mit Stücken wie "Weil Gott in tiefster Nacht erschienen" und "Wenn alle Sterne schlafen gehen" sollte folgen.

Eingebettet von dem mehrstimmigen Gesang ertönten verschiedene Instrumentalstücke. Dazu griffen zunächst die jüngeren Schüler der Güterglücker Musikschule "Da Capo" zu ihren Blockflöten. Zusammen spielten die sechs Mädchen und der eine Junge bekannte Melodien. Von "Leise rieselt der Schnee" über "Kling, Glöckchen, kling" bis "O du fröhliche" reichte das Spektrum ihrer Darbietungen, bei denen sie nicht nur von Jörg Schellin auf dem Akkordeon begleitet wurden. Auch Hilmar Ulrich unterstützte seine Schützlinge und zwar sowohl die kleinen wie die größeren, die anschließend auftraten. Allerdings tauschte der Musikschulinhaber da die Flöte gegen das Saxophon, zu dem fast alle der sieben älteren Nachwuchstalente griffen. So mischte sich ein junger Klarinetten-Spieler unter das Saxophon-Ensemble, das mit "Tochter Zion, freue dich", "O Tannenbaum" und weiteren Lieder das Konzert bereicherte.

Zwischendurch zitierte Pfarrer Struz aus dem Lukas-Evagelium, in dem beschrieben ist, wie Maria ein Engel erschien, der ihr verkündete, dass sie Gottes Sohn gebären wird. Unterdessen las Gemeindemitglied Helga Rose den Anwesenden die Geschichte des launischen Einzelgängers Alfons vor, der sein Herz für einen Hund entdeckt.

Mit dem von allen Musikern und Sängern gemeinsam interpretierten Weihnachtsklassiker "Alle Jahre wieder" klang das Konzert schließlich eindrucksvoll aus. Bereits zu Beginn hatte Pfarrer Struz den Mitwirkenden gedankt, die sich nun über kräftigen Beifall freuen konnten.

Bevor sich die Kirche leerte, nutzte Helga Rose die Gelegenheit, um die Arbeit von Roland Theuring zu würdigen und ihm dafür zu danken. Acht Jahre leitete der Kantor, der nun in den wohlverdienten Ruhestand geht, den Kirchenchor. Außerdem setzte er sich für die Sanierung der Güterglücker Orgel ein. Dieser, das heißt der Restfinanzierung der umfangreichen Reparatur, kam die Kollekte zu Gute.

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