Möckern/Vehlitz. Die Tongruben-Bürgerinitiativen im Jerichower Land haben das Angebot des Landrates Lothar Finzelberg zu mehr Information begrüßt, weisen aber darauf hin, dass das nur interessant sei, "solange es in allen seinen Teilen ergebnis-offen ist und alle Gesprächspartner gleichberechtigt agieren und gestalten können".

Lothar Finzelberg hatte vor wenigen Tagen seine Behörde als koordinierende Stelle für eine bessere Öffentlichkeitsarbeit und Informationspolitik und Zusammenarbeit angeboten.

Der Kooperationsrat der Bürgerinitiativen aus Möckern, Ladeburg, Leitzkau/Prödel und Vehlitz hatte nach Bekanntwerden des Angebotes aus dem Landratsamt eine Stellungnahme verfasst. Darin heißt es: "Gesprächspartner der Bürgerinitiativen zur Problemlösung können nur Einrichtungen und Vertreter von Einrichtungen sein, die sich zu ihrer Verantwortung bezüglich der Vorkomm- nisse in den Tongruben öffentlich bekennen". Diese Verantwortung hätten nach Ansicht der Bürgerinitiativen aber bisher nur die Vertreter des Landesamtes für Geologie und Bergbau (LAGB) übernommen. "Insofern können wir zur Zeit nur diese Institution als primären Gesprächspartner ansehen."

Weiter heißt es in dem Schreiben der Bürgerinitiativen, man nehme jedoch zur Kenntnis, "dass in den kommunalen Einrichtungen möglicherweise jetzt ein Umdenken rund um den Sachverhalt Tongruben Möckern, Vehlitz und Prödel stattfindet, zumal uns und die Bevölkerung dieses Thema in der Region noch mindestens 20 Jahre beschäftigen wird".

In der Vergangenheit war dem Landrat auch von den Bürgerinitiativen vorgehalten worden, nicht ausreichend an der Lösung der Tongruben-Problematik mitzuarbeiten.

Die Bürgerinitiativen interessiere nun natürlich die Antwort auf die Frage nach den Zielen und Inhalten des vorgeschlagenen Gremiums. Landrat Lothar Finzelberg hatte angeregt, auf Wunsch der Bürgerinitiativen ein Gremium zu schaffen, das zwar in seinem Hause, nicht aber von ihm selbst geführt werde.