Der Waldfrieden, ein Park im Süden von Zerbst, darf dieser Tage nicht betreten werden. Zahlreiche Bäume drohen altersbedingt umzu-, tote Äste in nicht allzu ferner Zukunft herunterzufallen. Aus diesem Grund musste die Stadt handeln und gab diese Aufgabe in professionelle Hände.

Zerbst. Seit Anfang der Woche ist Dietmar Schleth, zuständiger Revierförster für den Zerbster Stadtwald, im Waldfrieden anzutreffen. Grund: Bis zum 18. Dezember sollen hier um die 200 Bäume gefällt werden. "Es wurden dafür nur absterbende Bäume gekennzeichnet. Weisen diese auf eine Bruthöhle hin, werden sie nicht gefällt", betont Schleth.

Für den Zeitraum der Baumfällarbeiten bleibt der Waldfrieden für Besucher gesperrt. Ein Warnschild an den Zugängen weist darauf hin, wird aber noch sehr häufig missachtet. "Ab und zu sieht man Fußgänger, die mit ihrem Hund hier spazieren gehen, aber das ist zur Zeit strengstens untersagt. Es besteht ein hohes Sicherheitsrisiko für die Leute", belehrt der Revierförster. Aufgrund der Trockenheit der Äste können diese beim Fällen bis zu 20 Meter weit geschleudert werden. "Würden wir die Bäume nicht fällen, kämen die Äste irgendwann von ganz alleine runter und das wäre für die Besucher des Waldfriedens sehr gefährlich", erklärt Schleth.

Die gefällten Bäume werden dann zum Einen als Nutzholz an die Industrie und zum Anderen als Brennholz an die Bevölkerung abgegeben. "Zwischen Weihnachten und Silvester wird der Wald dann für bereits telefonisch vorangemeldete Brennholzselbstwerber, die im Besitz einer Motorsägenberechtigung sind, freigegeben", lässt der Revierförster wissen.

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