Zerbst (tdr). 48 der im so genannten Kernstadtgebiet von Zerbst befindlichen 155 Gemeindestraßen wurden seit 1998 grundhaft ausgebaut. Mit dieser Zahl reagierte Rathaussprecher Jan Hädrich am Freitag auf den Volksstimme-Beitrag "Wer soll Feldwege bezahlen und nach welchem Prinzip?" Darin hatte FDP-Stadtrat Steffen Grey geäußert, dass wegen der geringen Ausbauaktivitäten in der Stadt auch kaum Ausbaubeiträge von Anliegern erhoben worden seien. Dies wiederum sei von Bedeutung, wenn man das Prinzip der Beitragserhebung von dem einmaligen zum wiederkehrenden Beitrag umstellen wolle. Grey befürwortet diese Überlegungen.

Hädrich stellt nun die bereits erfolgten Ausbauaktivitäten vor, um die Aussage, in Zerbst würden "kaum Straßen ausgebaut", zu korrigieren. Zu den ausgebauten Straßen gehören beispielsweise Heide, Markt, Wolfsbrücke, Breite, Mühlenbrücke, Altbuchsland, Kirschallee, Amtsmühlenweg, Klockengassenbreite. "Es sind somit seit dem Jahr 1998 fast ein Drittel aller Straßen im genannten Gebiet ausgebaut worden." Zwölf der Straßen waren über Erschlie- ßungsmaßnahmen erschlossen worden. Weitere neun liegen im Sanierungsgebiet der Stadt. "In diesem Gebiet dürfen die anfallenden Kosten nach dem Baugesetzbuch nicht umgelegt werden."