Schneetreiben und die angekündigte Glätte hielten die Besucher der Christnacht nicht ab, sich am Heiligen Abend zu später Stunde noch einmal in der St. Bartholomäikirche zusammen zu finden. Sie trafen sich zur Christnacht, gestaltet vom Zerbster Gospelchor unter der Leitung von Tobias Eger und natürlich von Pfarrer Michael Blaszcyk.

Zerbst. Nach wohl manch aufregendem Abend mit Gänsebraten und Bescherung lud die Christnacht zur Besinnung ein. Immer wieder wies Pfarrer Michael Blaszcyk in Lesungen darauf hin. Er erzählte vom Engel, der in diesen Stunden bei den Menschen ist, bei denen die einsam sind, denen die Weihnachten nicht in Frieden verbringen können, bei denen die seinen Schutz nötig haben. "Fürchtet euch nicht", ist die Botschaft dieser Nacht. Bereits in der Predigt der Christvesper hatte Blaszcyk aufgerufen, hinter die leuchten und glitzernden Farben des Weihnachtsfestes zu schauen, um das dahinterliegende Ereignisse, die Geburt Jesu Christi zu erkennen.

Die Mitglieder des Gospelchores widmeten sich dem in beschwingten freudigen Gospels und mit besinnlichen, zarten Weisen. So erklangen "Open up wide" und "Rise up Shepherd" neben dem jubilierenden "Let joyfully raise our voices". Lieblich singend, erzählte Silke Bressel in Liedern von Peter Cornelius vom "Christkind" und von "Christus, der Kinderfreund" – gern hörten die Zuschauer ihr zu. Der Gospelchor schloss mit "In einer Höhle zu Bethlehem", "We are marching" und "Go, tell it on the mountains" an. Hier ließen sich die Besucher nun vom Rhythmus anstecken und klatschten mit.

Wenige Augenblicke später blieb ihnen wieder Gelegenheit, in sich zu gehen und zu lauschen, denn Tobias Eger spielte auf der Orgel eine Pastorale von Domenico Zipoly. Dem getragenen Stück folgten abermals zwei Soli. "Lass uns das Kindlein wiegen" und "Ich steh an deiner Krippen hier", gesungen von Silke Bressel. Noch einmal schloss der Chor an, sang "Glorious Kingdom" und schloss schließlich mit einem der bekanntesten Lieder der Weihnachtszeit: "Maria durch ein Dornwald ging". Mit einem afrikanischen Lied "Thula mtwana" verabschiedete sich die Sänger und wünschten eine gute und besinnliche Nacht.

Pfarrer Michael Blaszcyk blieb, noch auf die Kollekten dieser Tage zu verweisen. Die Sammlungen gehen wie auch in den Jahren zuvor an die Hilfsorganisation "Brot für die Welt".