Bias. Bereits seit vielen Jahren ist die Kinderweihnachtsfeier in Bias schöner Brauch. Am Sonntag erlebte die gesellige Veranstaltung nun ihre traditionelle Fortsetzung. Nach und nach traf der Nachwuchs des Ortes zusammen mit seinen Eltern im Dorfgemeinschaftshaus ein. Das wartete nicht nur mit einem geschmückten Tannenbaum auf. Auf den eingedeckten und liebevoll mit Nadelgrün geschmückten Tischen fl ackerte das Kerzenlicht. Zwischen den mit Lebkuchen, Stolle und Spekulatius gefüllten Tellern hatten die emsigen " Wichtel " zudem Äpfeln, Mandarinen und Orangen drapiert.

Bei der Vorbereitung und Durchführung des von der Ortschaft organisierten Nachmittags erhielt Ratsmitglied Heike Johannes tatkräftige Unterstützung von Raina Specht und Marga Dederichs. Gut gelaunt kümmerten sich die drei Frauen um die Teilnehmer. Den jungen Ehrengästen überreichten sie beim Empfang gleich erstmal ein süßes Präsent. Insgesamt zehn Mädchen und Jungen im Alter von elf Monaten und zehn Jahren konnten sie begrüßen. Ortsbürgermeister Manfred Hönl hätte sich gewünscht, dass noch mehr Eltern mit ihren Sprösslingen das gemütliche Angebot angenommen hätten. Immerhin gibt es in dem gut 200 Einwohner-Ort derzeit regen Nachwuchs, was den vielen nach Bias gezogenen jungen Leuten zu verdanken ist. Es ist eine positive demographische Entwicklung, auf die der Ortschef zurecht stolz ist.

Aber zurück zur Kinderweihnachtsfeier, die Julia Schmidt und Wiebke Hönl musikalisch eröffneten. Nacheinander sangen die beiden Mädchen zur Adventszeit passende Lieder, zu denen sie sich selbst auf der Gitarre begleiteten. Neben der deutschen Version von " Jingle Bells " lauschten die Zuhörer dem ebenso bekannten " Kling, Glöckchen, kling ". Anschließend ließen sich die Erwachsenen plaudernd den Kaffee schmecken. Unterdessen schaute der Nachwuchs gebannt auf die Leinwand, über die die märchenhafte Geschichte von " Annabelle und das fl iegende Rentier " fl immerte.

Kaum war die Filmvorführung beendet, da ertönte lautes Glockenläuten. Sofort richteten sich sämtliche Kinderaugen auf die Tür. Und tatsächlich. Da war er – der Weihnachtsmann. Reihum gab er zunächst jedem Sprössling die Hand. Nun gut, fast jedem, manch einer hatte doch reichlich Respekt vor dem weißbärtigen Alten in dem roten Mantel, der bei der Kinderweihnachtsfeier nie fehlen darf und stets von Rita Mengewein aus Steutz verkörpert wird. Dafür sei ihr an der Stelle von den Biasern einmal ein großes Dankeschön ausgesprochen.

Als Weihnachtsmann holte sie für die Bescherung die Mädchen und Jungen einzeln nach vorn. Tapfer sagten die Kinder, teils mit elterlicher Rückendeckung, ein Gedicht oder Lied auf. Zur Belohnung durften sie sich über ein Geschenk freuen, das die Eltern dem Weißbärtigen vorab hatten zukommen lassen. Mit dem Auspacken der Päckchen klang die besinnliche Veranstaltung dann aus.