Altstadt l Die Norddeutschen Meisterschaften der Gedächtnissportler in Magdeburg sind mit guten Ergebnissen für die einheimischen Starter über die Bühne gegangen. Zwar konnte kein Starter aus der Region einen Einzeltitel erringen, dennoch schnitt die sachsen-anhaltische Gruppe in der Mannschaftswertung gut ab. Die fünf Mitglieder des Juniorenteams belegten am Ende den zweiten Platz hinter Berlin.

Felix Podojil aus Burg konnte sogar einen neuen Weltrekord aufstellen. Er gab nach einer Einprägzeit von 5 Minuten 63 Wörter in der korrekten Reihenfolge und ohne Unterbrechung wieder.

Die Einzeltitel räumten bei den Erwachsenen Dana Loosen und bei den Junioren Jan-Hendrik Büsche, beide aus Nordrhein-Westfalen, ab.

In sieben Diszplinen stellten die Teilnehmer ihre Merkfähigkeit unter Beweis. Dazu gehörten die Zuordnung von Namen zu Gesichtern, die Wiedergabe von historischen Daten oder die korrekte Reihenfolge von binären Zahlen.

Die Norddeutschen Meisterschaften mit 42 Teilnehmern, darunter 32 aus dem Kinder- und Jugendbereich, fanden zum dritten Mal, aber nicht zufällig in Magdeburg statt. Der Austragungsort geht vor allem auf Johannes Mallow zurück. Der Magdeburger ist seit Jahren einer der weltbesten Gedächtnissportler, seit Dezember 2012 auch Weltmeister, und holte als Hauptorganisator die besten Gedächtnissportler aus dem norddeutschen Raum zusammen. Er selbst war am Freitag mit gutem Beispiel vorangegangen. Er hatte in einem Weltrekordversuch die alte Bestmarke eines Spaniers unterboten. In 48 Sekunden, und damit in zwei Sekunden weniger, prägte er sich 100 Zahlen ein und gab sie in der korrekten Reihenfolge wieder (Volksstimme berichtete). Zudem konnte das von ihm betreute und geschulte Team in der Mannschaftswertung hinter Berlin den zweiten Platz erringen. Das Team wird demnächst auch bei den deutschen Meisterschaften der Gedächtnissportler in Berlin an den Start gehen.

"Wir freuen uns über die Resonanz", sagte Johannes Mallow, der auch erstmals den Magdeburger Wörtercup ins Leben gerufen hatte und damit vor allem junge Leute außerhalb der bestehenden Gedächtnissportszene für den Wettbewerb begeistern konnte. Über zwei Qualifikationsrunden hatten sich fünf Teilnehmer ins Finale gespielt, das am Ende Achim Döwe für sich entschied. Der Student aus Magdeburg merkte sich bei einer Einprägzeit von einer Minute 23 Wörter, die er innerhalb von zwei Minuten in der korrekten Reihenfolge und Platzierung in einer Tabelle wiedergeben konnte. Er ist damit Sieger des ersten Magdeburger Wörter-Cups. Wer Tipps zur Merkfähigkeit sucht und seine Gedächtnisleistung überprüfen möchte, kann das im Internet auf der Seite des Vereins der Gedächtnissportler tun:

www.memoryxl.de