Magdeburg. "Ich habe mit den Figuren gelebt und gelitten", sagt Christine Liebsch Waldbach. Bis heute fessele die Autorin des Friedrich-Bödecker-Kreises die Familientragödie, über die sie in ihrem Buch "Bitteres Schweigen" schrieb.

Ein Bericht in der Magdeburger Volksstimme habe sie dazu inspiriert den Roman zu schreiben, der die tragische Geschichte einer jungen Frau erzählt, die als Kind der Tyrannei ihres Großvaters ausgesetzt war, und deren Vergangenheit sie im Erwachsenenalter einholt.

"Es handelt sich in den Grundzügen um eine wahre Begebenheit", erklärt die Autorin. Tief sei sie damals in die Materie eingetaucht, um die grausamen Ereignisse des Mädchens zu schildern. Zweieinhalb Jahre habe sie an dem Buch geschrieben. Eine Handlungsskizze und die Charaktere der Protagonisten habe sie im Kopf gehabt. "Die Geschichte ist beim Schreiben gewachsen", sagt sie und erinnert sich, dass sie damals noch vieles per Hand vorgeschrieben hat, ehe sie es in den Computer tippte. Ihr Schreibtisch stehe am Fenster - mit Blick ins Grüne. Da habe sie sich oft beim Blick hinaus, in den Gedanken verloren.

Mittlerweile hat die Autorin oft aus ihrem Buch gelesen. So zum Beispiel auf der Leipziger Buchmesse. Am Donnerstag wird sie in Magdeburg zu Gast sein. Ab 18 Uhr liest sie aus ihrem Buch im Alten Wasserwerk Friedensweiler.

Neben den Lesungen arbeitet Christine Liebsch Waldbach an einem neuen Buch - einer Autobiografie. "Ich habe viel durchlebt, ich habe viel zu erzählen", sagt die gebürtige Dresdnerin, die als Kind die Nachkriegszeit miterlebte und die einzige Überlebende ihrer Familie ist. Die Autobiografie befindet sich derzeit in der Überarbeitung. Bis diese erscheint, wird sie weiter aus ihrem Roman lesen.

Christine Liebsch Waldbach liest am Donnerstag, 25. April, aus ihrem Roman "Bitteres Schweigen". Stattfinden wird die Lesung ab 18 Uhr im Alten Wasserwerk Friedensweiler, Am Biederitzer Busch 11a.