Magdeburg l Erst heißes Sommerwetter, dann eine schnelle Abkühlung (wenn auch nur leicht), dazu eine hohe Luftfeuchtigkeit, aus diesen "Zutaten" könne sich durchaus ein Tornado zusammenbrauen, berichtete gestern Stephan Wilke von der Magdeburger Wetterwarte in der Aßmannstraße. Ob es in Rothensee gestern Vormittag allerdings einen solchen Tornado gegeben habe, konnte Wilke nicht sagen. "Wir hatten dazu keine Meldung, möglich ist es aber."

Volksstimme-Leser Christian Langner hatte zusammen mit seinem Arbeitskollegen am Vormittag in Rothensee Richtung Norden eine Art Tornado gesehen, das Handy gezückt und mit dessen Kamera die Wolkenerscheinung abgelichtet. "Das Ganze dauerte wenige Minuten, und ob die Wolke Bodenkontakt hatte, konnten wir leider nicht sehen", schrieb Christian Langner dazu.

Tatsächlich seien Tornados in Magdeburg sehr selten, so die Wetterwarte. Vor vier Jahren habe es einen in Ottersleben gegeben, der durchaus auch an zahlreichen Bäumen Schäden verursacht und die Feuerwehr auf den Plan gerufen habe, berichtete Stephan Wilke. Wenn das, was die beiden Volksstimme-Leser gesehen haben, ein Tornado war, dann "war er mit Sicherheit nicht sehr stark und hatte mit seinem ,Rüssel\' auch keinen Bodenkontakt", schätzt Wetterfachmann Wilke das Ganze ein. Möglich sei ein Tornado (oder auch "Windhose") gewesen, denn am späten Vormittag seien gestern über Magdeburg eine Kalt- und eine Warmfront aneinandergestoßen. Solche Wetterlagen machten Tornados möglich.

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